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tradingeconomics+1mining+1tradingeconomics+1Aluminium beendete den Juni mit der schlechtesten monatlichen Performance seit der Finanzkrise 2008, da ein stärkerer US-Dollar und die Aussicht auf wiederaufgenommene Lieferungen aus dem Nahen Osten den Preis des Industriemetalls stark nach unten drückten.
Das Metall fiel am 30. Juni an der London Metal Exchange auf etwa 3.100 US-Dollar pro Tonne, wie Daten von Trading Economics und Investing.com zeigen, nachdem es zu Monatsbeginn noch über 3.750 US-Dollar gelegen hatte. Der Rückgang von rund 15 % im Juni machte die Gewinne zunichte, die sich während des US-Iran-Konflikts Anfang des Jahres angesammelt hatten, welcher die Lieferungen durch die Straße von Hormus unterbrochen und die Preise auf ein Vierjahreshoch getrieben hatte.tacto+3
Der Ausverkauf beschleunigte sich Mitte Juni, nachdem die Vereinigten Staaten und der Iran eine vorläufige Einigung erzielt hatten, die den Grundstein für die Wiedereröffnung der Meerenge für die kommerzielle Schifffahrt legte. Präsident Donald Trump erklärte in einem Beitrag in den sozialen Medien, er genehmige die „mautfreie Öffnung“ von Hormus, während der Iran zustimmte, den freien Transit für 60 Tage zu gestatten. Der Nahe Osten macht etwa 9 % der weltweiten Aluminiumproduktion aus, und die Aussicht auf die Rückkehr dieser Mengen an den Markt beseitigte eine wichtige Preisstütze.mining+1
Eine Rallye des US-Dollar-Index verschärfte den Druck auf Aluminium und andere in Dollar gehandelte Rohstoffe. Der DXY stieg am 30. Juni auf 101,30 und legte im Laufe des Monats um mehr als 2 % zu. Starke US-Wirtschaftsdaten – darunter 172.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft im Mai, was deutlich über den Prognosen lag – schoben die Erwartungen für Zinssenkungen der Federal Reserve in die Ferne und stärkten den Greenback.tradingeconomics+2
Industriemetalle wurden „Anfang der Woche schwer getroffen, als ein steigender Dollar die in dieser Währung bewerteten Rohstoffe belastete“, so ein Bericht von AEGIS Hedging vom 25. Juni. Zu diesem Zeitpunkt war Aluminium bereits auf den niedrigsten Schlussstand seit dem 24. Februar gefallen.aegis-hedging
Trotz des Ausmaßes des Rückgangs warnten Analysten, dass eine vollständige Erholung der Versorgung aus dem Nahen Osten Zeit in Anspruch nehmen werde. S&P Global berichtete am 16. Juni, dass die Aluminiumproduktion des Golf-Kooperationsrates bei nur 62 % des Vorkriegsniveaus blieb, was darauf hindeutet, dass sich die Normalisierung über Monate hinziehen könnte, selbst wenn der diplomatische Rahmen greift.spglobal
Der am Donnerstag erwartete Arbeitsmarktbericht für Juni gilt als nächster Katalysator für die Richtung des Dollars. Ökonomen prognostizieren einen Anstieg von etwa 100.000 bis 110.000 Stellen, eine Zahl, die den Vormarsch des Greenbacks je nach Auswirkung auf die Zinsaussichten der Federal Reserve entweder verlängern oder unterbrechen könnte.morningstar+1