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anatolianarchaeology+1.anatolianarchaeology+1.anatolianarchaeology+1.anatolianarchaeology+1.anatolianarchaeology+1.Ein 12.000 Jahre altes Architekturmodell, das als das älteste jemals entdeckte Hausmodell gilt, wurde am Çayönü-Hügel in Diyarbakır, Türkei, ausgegraben und ist nun im Diyarbakır-Museum öffentlich ausgestellt. Es bietet einzigartige Einblicke in die frühen Prinzipien der neolithischen Stadtplanung, die architektonische Entwicklung und die Gemeinschaftsorganisation, die während des Übergangs der Menschheit vom nomadischen zum sesshaften Leben entstanden.
Die in Çayönü gefundenen Architekturmodelle liefern bemerkenswerte Beweise für frühe Stadtplanungskonzepte während der Jungsteinzeit. Im Gegensatz zur traditionellen binären Klassifizierung antiker Städte als entweder "geplant" (orthogonal) oder "ungeplant" (organisch), offenbaren diese Modelle nuanciertere Planungsprinzipien, die formale Rastersysteme vorwegnehmen. Die Siedlung Çayönü demonstriert das, was Archäologen als "einfache Koordination" bei der Anordnung von Gebäuden bezeichnen, bei der Strukturen mit bewussten räumlichen Beziehungen zueinander positioniert wurden, wodurch primitive straßenartige Wege zwischen den Wohnungen entstanden.wikipedia+1
Diese frühen Planungsprinzipien beinhalteten praktische Überlegungen, wie sicherzustellen, dass Gebäude einander nicht blockierten, Zugangswege zwischen den Strukturen aufrechtzuerhalten und Raum sowohl für private Wohnungen als auch für Gemeinschaftsbereiche zu organisieren. Das im Diyarbakır-Museum ausgestellte Hausmodell spiegelt dieses aufkommende räumliche Bewusstsein wider und zeigt, wie neolithische Gemeinschaften Konzepte der Gemeinschaftsorganisation entwickelten, die über die bloße funktionale Notwendigkeit hinausgingen. Dies stellt einen entscheidenden evolutionären Schritt zwischen den frühesten menschlichen Siedlungen – die sich von nomadischen Lagern zu kleinen Weilern entwickelten – und der späteren, stärker formalisierten Stadtplanung dar, wie sie in antiken Zivilisationen wie Mesopotamien und dem Industal zu sehen ist, wo Prinzipien zentralisierter Layouts, astronomischer Ausrichtungen und die Einbeziehung natürlicher Merkmale zu Standardelementen des Städtebaus wurden.wikipedia+2
Die Ausgrabung von Çayönü Tepesi begann 1964 als Teil eines gemeinsamen Projekts zwischen der University of Chicago und der Universität Istanbul mit dem Ziel, den Übergang von der Jagd und dem Sammeln zur Landwirtschaft und Domestizierung von Tieren zu verstehen. Die archäologischen Arbeiten, die zunächst von Robert John Braidwood und Halet Çambel geleitet wurden, dauerten 16 Saisons bis 1991 an, als sie aufgrund von Sicherheitsbedenken in der Region eingestellt wurden. Während dieses Zeitraums legten Forscher etwa 4.654 Quadratmeter der Stätte frei und enthüllten eine Siedlung, die von etwa 8.630 bis 6.800 v. Chr. florierte.dailysabah+2
Die Leitung der Ausgrabungen ging nach 1986 an Mehmet Özdoğan über, der die Arbeit bis zur Unterbrechung im Jahr 1991 fortsetzte. Nach einer 26-jährigen Pause wurden die Ausgrabungen 2017 unter der Leitung von Aslı Erim Özdoğan wieder aufgenommen. Die akribische Arbeit des archäologischen Teams legte die komplexe Stratigraphie der Stätte frei, die mehrere neolithische Phasen umfasst, darunter das akeramische Neolithikum A (PPNA), das akeramische Neolithikum B (PPNB) und das keramische Neolithikum (PN) – und lieferte entscheidende Erkenntnisse über die Entwicklung früher menschlicher Siedlungen und technologischer Innovationen.arkeonews+5
Die architektonische Entwicklung in Çayönü stellt einen entscheidenden Übergang in den menschlichen Siedlungsmustern dar und entwickelte sich von einfachen kreisförmigen Strukturen zu komplexeren rechteckigen Gebäuden. Die früheste Phase zeichnete sich durch runde oder abgerundete Einraumstrukturen aus, die mit Flechtwerk- und Lehmkonstruktionen bedeckt waren. Darauf folgten die innovativen "Grillplan"-Gebäude, die durch parallele Steinfundamente von etwa 15 cm Höhe gekennzeichnet waren, welche erhöhte verputzte Böden trugen und so Isolierung, Belüftung und Schutz vor Feuchtigkeit boten.arkeonews
Was Çayönü außergewöhnlich macht, ist die Art und Weise, wie es die vollständige architektonische Entwicklung während der Jungsteinzeit dokumentiert. Laut Dr. Savaş Sarıaltun demonstriert die Siedlung frühe Prinzipien der Gemeinschaftsplanung, bei denen "Strukturen mit Sorgfalt und Ordnung gebaut wurden – kein Haus blockiert ein anderes, und schmale Wege fungieren wie primitive Straßen". Dieser architektonische Fortschritt spiegelt den breiteren gesellschaftlichen Wandel vom nomadischen zum sesshaften Leben wider, wobei Çayönü als eine der wenigen Stätten dient, an denen Forscher diesen vollständigen Entwicklungsbogen von einfachen Hütten zu multifunktionalen rechteckigen Häusern beobachten können. Die siebzehn Miniatur-Architekturmodelle, die an der Stätte entdeckt wurden – einschließlich des weltweit ältesten, das jetzt im Diyarbakır-Museum ausgestellt ist – legen nahe, dass diese frühen Gemeinschaften nicht willkürlich bauten, sondern sich mit bewusster Planung und Design-Denken beschäftigten.anatolianarchaeology+2