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cnbc+1ecb.europa+1straitstimes+1Eine Gemengelage aus rasant steigenden Ölpreisen, kletternden Renditen von US-Staatsanleihen und geopolitischen Turbulenzen riss die Aktienmärkte am Donnerstag, den 23. Juli, nach unten. Investoren sahen sich mit der Aussicht auf eine anhaltende Inflation konfrontiert, die durch den sich ausweitenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran angetrieben wird. Die Nordseesorte Brent knackte erstmals seit Ende Mai die symbolisch wichtige Marke von 100 Dollar pro Barrel, nachdem Berichte über Angriffe auf Öltanker im Roten Meer einen Ausverkauf auslösten, der von der Wall Street bis nach Asien und Europa spürbar war.english.news+2
Der S&P 500 fiel um 1,2 Prozent und der Nasdaq Composite sank um 2,2 Prozent. Beide verzeichneten damit laut CNBC ihre schlechteste Einzelsitzung seit Ende Juni. Der Dow Jones Industrial Average verlor mehr als 500 Punkte oder rund 1 Prozent. Technologiewerte mit hoher Marktkapitalisierung führten den Abschwung an, nachdem Alphabet und Tesla Investitionspläne vorgelegt hatten, die Anleger verunsicherten, die ohnehin schon skeptisch gegenüber Bewertungen im Bereich der künstlichen Intelligenz sind, wie Yahoo Finance berichtete.finance.yahoo+1
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg um vier Basispunkte auf 4,71 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit Januar 2025. CNN berichtete, Anleger forderten eine höhere Risikoprämie für die Gefahr, dass eine durch Öl angetriebene Inflation ihre Renditen auffrisst. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe kletterte über 5,16 Prozent.cnbc+2
Die Europäische Zentralbank beließ ihre drei Leitzinsen auf ihrer Sitzung am 23. Juli unverändert, womit der Einlagensatz bei 2,25 Prozent bleibt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnte, die Unsicherheit bleibe hoch und die volle Inflationswirkung des Energieschocks stehe noch aus, so Bloomberg. Laut Analysen von Morningstar preisen die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von 85 Prozent für eine Zinserhöhung im September ein.global.morningstar+3
Der FTSE 100 gab am Donnerstag laut historischen Daten von Investing.com um 0,73 Prozent nach.investing
Der japanische Yen stürzte zu Wochenbeginn über die Marke von 163 pro Dollar ab und erreichte damit Werte, die seit Dezember 1986 nicht mehr verzeichnet wurden, wie die Straits Times berichtete. Japans Finanzminister Katayama warnte vor weiteren Interventionen, nachdem die Behörden bereits 92,9 Milliarden Dollar zur Verteidigung der Währung aufgewendet hatten. Der Dollar legte im Zuge steigender Renditen zu, wobei der US-Dollar-Index über 101 notierte und damit den höchsten Stand seit Mai 2025 erreichte.straitstimes+1
Der Ausverkauf an den asiatischen Märkten zu Wochenbeginn, ausgelöst durch Halbleiterbewertungen und geopolitische Risiken, gab den Ton für weitere Verluste vor. Sowohl der Nikkei 225 als auch der Kospi standen unter Druck, während die Ölpreise kletterten. Wie CNN anmerkte, hat der Krieg mit Iran die Erwartungen an die Zentralbanken weltweit grundlegend verändert. Händler rechnen nun damit, dass die Federal Reserve auf ihrer Sitzung am 29. Juli die Zinsen unverändert lässt oder sogar anhebt.economymiddleeast+2