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reuters+1reuters+1reuters+1Die Bank of Japan hat am Mittwoch das Protokoll ihrer geldpolitischen Sitzung vom 15. und 16. Juni veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die Währungshüter über einen zunehmenden Preisdruck berieten, während sie den Leitzins auf ein 31-Jahres-Hoch von 1 % anhobten. Die Dokumente zeigen, dass sich der Rat zunehmend auf Aufwärtsrisiken bei der Inflation konzentriert, und legen den Grundstein für eine weitere Zinserhöhung bereits im September.reuters+1
Der geldpolitische Rat stimmte mit 7:1 dafür, die Kreditkosten um 0,25 Prozentpunkte anzuheben. Asada Toichiro war aufgrund von Sorgen über Abwärtsrisiken für Produktion und Beschäftigung die einzige Gegenstimme. Zwei Mitglieder drängten auf raschere Erhöhungen, um den Zins näher an ein neutrales Niveau zu bringen, und ein Mitglied forderte Erhöhungen etwa alle paar Monate.investinglive+1
Mehrere Ratsmitglieder warnten, dass die Verbraucherinflation in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 einen Schub erhalten würde, da Unternehmen breite Preiserhöhungen planen. Japans Erzeugerpreisindex stieg im Juni um 7,1 %, der schnellste Anstieg seit mehr als drei Jahren, und die meisten Mitglieder waren sich einig, dass die Weitergabe hoher Ölkosten an Geschäftskunden rasch erfolgt sei.tradingview+1
„Selbst wenn der Nahostkonflikt endet und die Rohölpreise sinken, würde der Inflationsdruck angesichts der hohen Transport- und Lagerkosten bei der Beschaffung alternativer Lieferquellen bestehen bleiben“, zitierte Reuters ein Ratsmitglied aus dem Protokoll.reuters
Die Kernverbraucherinflation lag im Juni weiterhin unter dem 2%-Ziel der BOJ, der Rat führte dies jedoch größtenteils auf staatliche Energiesubventionen und nicht auf eine echte Abkühlung zurück. Am Montag veröffentlichte Daten zeigten zudem, dass Japans Reallöhne im Juni den sechsten Monat in Folge stiegen, wobei die nominellen Bareinnahmen um 3,4 % zulegten, was die Argumente für eine fortgesetzte Straffung stützt.money.usnews
Das Protokoll wird vor dem Hintergrund zunehmender Markterwartungen für einen Schritt im September veröffentlicht. US-Finanzminister Scott Bessent hat Japan öffentlich dazu aufgefordert, der gemeinsamen Yen-Intervention der vergangenen Woche weitere Zinserhöhungen folgen zu lassen. Er erklärte gegenüber dem Sender NHK, er sei sich sicher, dass BOJ-Gouverneur Kazuo Ueda das tun werde, was für die Wirtschaft am besten sei.finance.yahoo
Eine Mehrheit der von Reuters befragten Analysten erwartet, dass die BOJ die Zinsen bis Dezember erneut anhebt. Einige halten September für wahrscheinlich, angesichts der falkenhaften Signale sowohl im Protokoll als auch auf der Julisitzung, bei der die Notenbank die Zinsen zwar unverändert ließ, aber ihre bislang stärkste Warnung vor Aufwärtsrisiken bei den Preisen aussprach. Alle Augen richten sich nun auf ein Treffen zwischen Bessent und Ueda beim G20-Finanzministertreffen Ende August, vor dem geldpolitischen Entscheid der BOJ am 17. und 18. September.reuters+1