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news.sap+1marketscreenernews.sap+1Die Aktie von SAP sprang am Freitag um mehr als 6 Prozent an, nachdem der Cloud-Auftragsbestand des deutschen Softwarekonzerns im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen hatte. Dies brachte Anlegern Erleichterung, nachdem das Papier im Jahr 2026 rund ein Drittel seines Wertes verloren hatte.
Der aktuelle Cloud-Auftragsbestand erreichte 22,9 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was eine Beschleunigung gegenüber dem ersten Quartal darstellt und Sorgen vor einer Abschwächung der Cloud-Nachfrage entkräftet. Der Cloud-Umsatz stieg währungsbereinigt um 24 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro, während die Erlöse der Cloud ERP Suite um 27 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro kletterten.investing+1
Charles Brennan von Jefferies erklärte, die Ergebnisse widerlegten die jüngste Zurückhaltung der Investoren und sollten für eine Erholungsrallye ausreichen. Er bezeichnete die Cloud-Verträge als Zeichen für eine starke Auftragsdynamik. Oliver Frey vom Bankhaus Metzler betonte, das Quartal könne die zuletzt bei SAP und in der gesamten Branche herrschenden Sorgen rund um das Thema Künstliche Intelligenz etwas lindern.marketscreener
Die Kursgewinne erhoben SAP von dem tiefsten Stand seit November 2023, den die Aktie am Vortag erreicht hatte. Auch andere deutsche Softwarewerte wie Nemetschek, TeamViewer und Atoss legten zwischen 2,9 und 4,9 Prozent zu und stützten damit den DAX.marketscreener
Nicht alle Zahlen fielen positiv aus. Das operative Ergebnis (Non-IFRS) wuchs währungsbereinigt um 9 Prozent, blieb damit hinter dem Umsatzwachstum zurück und verfehlte die Prognosen der Analysten. Das Ergebnis je Aktie (Non-IFRS) lag mit 1,59 Euro unter den Konsenserwartungen. SAP passte den Gewinnausblick für das Gesamtjahr an, um die Verwässerungseffekte durch die jüngsten Übernahmen von Dremio und Prior Labs zu berücksichtigen.news.sap+1
Vorstandschef Christian Klein und Finanzvorstand Dominik Asam stellten den Margendruck als gezielte Investition in KI-Fähigkeiten dar, wobei steigende Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie Token-Kosten die Profitabilität belasteten.investing
Die Kurserholung bot nach einer schwierigen Phase nur teilweise Erleichterung. Die SAP-Aktie verlor im Jahr 2026 etwa ein Drittel ihres Wertes und hat sich gegenüber ihrem Rekordhoch vom Februar 2025 mehr als halbiert. Damit büßte das Unternehmen seine langjährige Position als wertvollstes Unternehmen Deutschlands ein, einen Titel, den nun Siemens innehat. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 167 Milliarden Euro liegt SAP nur noch knapp vor Allianz.marketscreener