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nbcnews+1energypolicy.columbia+1nbcnews+1Die europäischen Erdgaspreise schwankten diese Woche stark, nachdem Präsident Donald Trump den fragilen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran für "beendet" erklärt hatte, was neue Luftangriffe auslöste und die Befürchtungen vor Versorgungsunterbrechungen durch die Straße von Hormus neu entfachte.
Der niederländische TTF-Benchmark, Europas liquidester Gashandelsplatz, stieg am Dienstag und Mittwoch auf über 49 Euro pro Megawattstunde und erreichte damit laut Preisdaten von ICE und Yahoo Finance ein Niveau, das seit etwa einem Monat nicht mehr gesehen wurde. Der Anstieg erfolgte, als das US-Militär Angriffe auf etwa 90 Standorte im Iran startete, wobei das U.S. Central Command am Mittwoch mitteilte, dass die Streitkräfte "zusätzliche Angriffe gegen den Iran durchführen, um dessen Fähigkeit, die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen, weiter zu schwächen".cnn+3
Die Eskalation markiert laut Al Jazeera den schwerwiegendsten Zusammenbruch, seit beide Seiten Mitte Juni eine Absichtserklärung zur Beendigung der Feindseligkeiten unterzeichnet hatten. Trump, der an Bord der Air Force One vom NATO-Gipfel in der Türkei sprach, charakterisierte die Kampagne nicht als Krieg, sondern als "Entnuklearisierung des Iran" und fügte hinzu, dass "der Fokus hier auf der Beseitigung von Atomwaffen liegt, um sicherzustellen, dass der Iran diese nicht besitzt".nbcnews+1
Der Iran reagierte mit Angriffen auf drei Golfstaaten, was laut NBC News bei US-Verbündeten wie Katar, Bahrain und Kuwait Alarm auslöste. Das Gesundheitsministerium in Teheran teilte mit, dass bei der zweitägigen US-Bombardierung mindestens 14 Menschen getötet und 78 verletzt wurden. Trump sagte, er werde Verhandlungen trotz der Erklärung des beendeten Waffenstillstands fortsetzen lassen.nbcnews+1
Die geopolitischen Unruhen treffen einen europäischen Gasmarkt, der bereits unter Druck steht. Die Speicherfüllstände liegen hinter dem Tempo des Vorjahres und dem Fünfjahresdurchschnitt zurück. Analysen von Timera Energy warnen, dass die Bestände zu Beginn des Winters nur 70–75 % erreichen könnten, was unter dem EU-Speicherziel von 80 % liegt. Europa ging laut dem Center on Global Energy Policy der Columbia University mit den niedrigsten Speicherständen seit 2018, nämlich 31 Milliarden Kubikmetern, in die Einspeisesaison 2026.europeangashub+1
Eine frühere Hitzewellenprognose für Nordwesteuropa und Italien hatte die Preise bereits in den letzten Tagen in die Höhe getrieben, wobei geringere Gaspipeline-Flüsse aus Norwegen – Europas größtem Lieferanten – laut Anadolu Agency für weitere Unterstützung sorgten. Die TTF-Preise waren in den zwei Wochen vor der Sitzung am Donnerstag um etwa 20 % gestiegen.asymmetricresearch.substack+1
Die Gas-Koordinierungsgruppe der EU erklärte am 1. Juli, dass es "keine unmittelbaren Bedenken" hinsichtlich der Versorgungssicherheit für den kommenden Winter gebe, obwohl die Kommission die Bedeutung einer "kontinuierlichen Koordinierung und Vorsorge angesichts der sich entwickelnden Marktlage" betonte. Da die Straße von Hormus – ein Nadelöhr für globale LNG-Lieferungen – nun im Zentrum einer aktiven militärischen Konfrontation steht, sehen sich Händler mit der Aussicht konfrontiert, dass jede weitere Eskalation einen bereits wettbewerbsintensiven globalen LNG-Markt, auf dem europäische und asiatische Käufer um dieselben Ladungen konkurrieren, weiter verknappen könnte.energy.europa