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iea+1mondovisione+1nltimes+1Die Europäische Union muss ihre Importe von Flüssigerdgas (LNG) gegenüber dem Niveau von 2025 um etwa 13 % steigern, um die Sommernachfrage zu decken und ihr Speicherziel von 90 % vor dem Winter zu erreichen, so die EU-Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) in einem am Montag veröffentlichten Bericht. Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der die Speicherstände deutlich unter den saisonalen Normen liegen und eine transatlantische Lobbyarbeit droht, eine der wichtigsten Klimapolitiken des Blocks zu schwächen.mondovisione+1
Die Gasspeicher der EU waren zu Beginn der Einspeisesaison am 1. April zu etwa 28 % gefüllt, was unter den Werten der drei vorangegangenen Jahre liegt. Bis Ende Juni hatten sich die Bestände auf etwa 46–48 % erholt – immer noch etwa 15 Prozentpunkte unter dem Fünfjahresdurchschnitt für diese Jahreszeit. ACER stellte fest, dass zwar das ehrgeizigere 90%-Ziel einen Anstieg der LNG-Importe um 13 % erfordert, ein gelockerter Schwellenwert von 80 % jedoch bei den Importmengen von 2025 erreichbar bleibt. Die EU importierte 2025 rekordverdächtige 146 Milliarden Kubikmeter LNG.global-energy-flow+3
Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat schätzungsweise 15 % des weltweiten LNG-Angebots vom Markt genommen, was die Preise in die Höhe getrieben und die wirtschaftliche Rentabilität von Speichereinspeisungen geschwächt hat. Die Störungen haben die Wiederauffüllungsraten verlangsamt, wobei Analysten warnen, dass die EU-Speicher bei aktuellem Tempo bis zum 1. November nur etwa 72 % erreichen könnten.europeangashub+1
Gleichzeitig haben US-Energieminister Chris Wright und amerikanische Ölmanager die Europäische Kommission gedrängt, neue Methanemissionsvorschriften, die am 1. Januar 2027 in Kraft treten sollen, zu verschieben. In einem gemeinsamen Schreiben Ende Juni warnten die Vereinigten Staaten, Katar, Nigeria und Algerien, dass die Vorschriften die Gasversorgungsketten Europas stören könnten.neworleanscitybusiness+3
Die Kampagne hat an Zugkraft gewonnen: Mindestens 11 bis 12 EU-Mitgliedstaaten unterstützen nun Forderungen nach einer dreijährigen Verschiebung. Die Niederlande gehören zu den Koalitionsmitgliedern, die Bedenken hinsichtlich der Energiesicherheit anführen. Klimaschützer haben die Bemühungen kritisiert. „Die Kampagne der Ölindustrie, die EU-Methanbeschränkungen zu stoppen, zeigt Wirkung“, berichtete das Business & Human Rights Resource Centre Ende Juni.nltimes+2
Als weitere Komplexitätsebene teilte die Internationale Energieagentur am Dienstag mit, dass die weltweite Erdgasnachfrage 2026 voraussichtlich um etwa 0,5 % – oder 20 Milliarden Kubikmeter – sinken wird, der dritte jährliche Rückgang in diesem Jahrzehnt. Die IEA führte den Rückgang hauptsächlich auf gestiegene Preise zurück, die Stromerzeuger und industrielle Nutzer dazu veranlassen, auf alternative Brennstoffe umzusteigen, wobei die asiatische Nachfrage in der ersten Jahreshälfte um etwa 1 % zurückging, da Kohle wieder an Bedeutung gewann.economymiddleeast+2
Das Zusammentreffen von knappem Angebot, niedrigen europäischen Reserven und geopolitischer Unsicherheit lässt die EU-Politiker zwischen den Erfordernissen der Energiesicherheit und ihren Klimaverpflichtungen navigieren – während der Winter naht und der Spielraum für Fehler schrumpft.