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reuters.com.reuters.com+1.aljazeera.com.Der russische Inlandsgeheimdienst FSB teilte am Sonntag, dem 1. November, mit, dass er einen russischen Minderjährigen festgenommen habe, der beschuldigt wird, einen Terroranschlag im Moskauer Tsaritsyno-Park geplant zu haben. Die Festnahme erfolgte nach einem Hinweis aus den Vereinigten Staaten, berichtete Reuters unter Berufung auf Interfax. Der FSB dankte Washington öffentlich. "Wir sind der amerikanischen Seite für die Bereitstellung der Informationen dankbar", erklärte die Behörde laut Reuters und AFP. Der Fall ist ein seltenes öffentliches Beispiel für die Sicherheitskooperation zwischen den beiden Ländern, während sie im Ukraine-Krieg weiterhin zerstritten sind.reuters.com+1
Der FSB gab an, der Verdächtige habe Fotos von sich auf TikTok gepostet, auf denen er taktische Kleidung und eine Sturmhaube trug sowie einen Gegenstand hielt, der wie ein Sturmgewehr aussah. Er habe zudem Fotos aus dem Museumspark Tsaritsyno mit der Bildunterschrift "Ich habe einen Ort gefunden" veröffentlicht, berichtete Reuters. Beamte, die sein Haus durchsuchten, fanden die in den Beiträgen gezeigte Kleidung und das Zubehör, so die Behörde. Sie fügte hinzu, dass sein Telefon ein Abonnement eines neonazistischen Telegram-Kanals sowie "eine beträchtliche Anzahl von Suchanfragen zu Terroranschlägen, Massenmorden und anderen Gewalttaten" aufwies.reuters.com
Der FSB hat weder den Namen des Verdächtigen noch sein Alter oder die Anklagepunkte veröffentlicht, berichtete Infobae. Das russische Ermittlungskomitee entscheidet derzeit über die weiteren rechtlichen Schritte. Bisher stammen alle Informationen über den Fall von russischen Sicherheitsdiensten. Das bedeutet, dass nicht unabhängig überprüft werden kann, wie weit die Planungen fortgeschritten waren, merkt Euronews an.es.euronews.com+1
Am Samstag, dem 31. Oktober, teilte die US-Botschaft in Moskau mit, sie sei "über eine glaubwürdige Bedrohung durch ein Ereignis mit vielen Opfern HEUTE, am 31. Oktober, im Museumspark Tsaritsyno informiert". Die Botschaft erklärte, die US-Regierung koordiniere sich mit den zuständigen russischen Behörden bezüglich einer Reaktion, berichtete Newsweek. Kanada wiederholte die Warnung, und Infobae berichtete, dass auch Deutschland eine Warnung herausgab.newsweek.com+1
Tsaritsyno ist ein Palast- und Parkkomplex im Süden Moskaus, der aus der Zeit Katharinas der Großen stammt. Er wurde am Samstagabend evakuiert. Die russische Boulevardzeitung Baza berichtete, dass ein dort stattfindendes Orgelkonzert etwa zehn Minuten vor Ende abgebrochen wurde, so Reuters via Yahoo. Der FSB teilte mit, er habe geplante kulturelle Veranstaltungen abgesagt und die Sicherheitsvorkehrungen verschärft, berichtete EFE. Der Park wurde am Sonntagmorgen wieder geöffnet.elperiodicomediterraneo.com+1
Die USA haben Moskau bereits früher vor Anschlägen gewarnt. Im März 2024 alarmierten sie Russland Wochen bevor bewaffnete Männer die Konzerthalle Crocus City Hall außerhalb Moskaus angriffen und über 140 Menschen töteten, so Al Jazeera. Der russische Geheimdienstchef Sergei Naryschkin sagte später, diese Warnung sei nicht detailliert genug gewesen, um die Angreifer zu identifizieren, berichtete Newsweek.aljazeera.com+1
Stephen Blank, Senior Fellow am Foreign Policy Research Institute, sagte gegenüber Newsweek, dass "diese Art der Benachrichtigung angesichts der Spannungen in den bilateralen Beziehungen selten ist".newsweek.com