Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

bloomberg933thedrive933thedriveMike Doustdar, Chef von Novo Nordisk , räumte am Dienstag ein, dass der dänische Pharmakonzern „zu viel versprochen und zu wenig geliefert“ und damit das Vertrauen der Anleger beschädigt habe. Das Unternehmen bemüht sich derzeit intensiv darum, angesichts drohender Patentabläufe einen Weg über sein erfolgreiches Abnehm-Portfolio hinaus zu finden.
„Was wir in den letzten Jahren gelernt haben, ist, dass man mit zu vielen Versprechungen und zu wenig gelieferten Ergebnissen sehr schnell Vertrauen verliert“, sagte Doustdar am Dienstag in einem Interview mit Bloomberg TV. „Die Anleger wollen wissen, wie es weitergeht.“bloomberg
Die Äußerungen fielen einen Tag nach dem Kapitalmarkttag von Novo am Montag in London. Dort war die Aktie um bis zu 9 % abgerutscht, nachdem Analysten das Management zu Preismacht, Übernahmestrategie und den Wachstumsplänen nach dem Auslaufen des Patentschutzes für Semaglutid (den Wirkstoff in Wegovy und Ozempic) Anfang der 2030er-Jahre befragt hatten. Am Dienstag gaben die Titel in Kopenhagen weiter nach und verloren bis zu 1,3 %.marketscreener+1
Doustdar skizzierte Ziele, zu denen die Markteinführung von mehr als fielen Blockbuster-Medikamenten bis 2030 und ein Umsatz von über 150 Milliarden dänischen Kronen (23 Milliarden US-Dollar) aus der Produktpipeline bis 2035 gehören. Das Management erklärte zudem, dass die Bilanz auch größere Akquisitionen und nicht nur kleinere Ergänzungskäufe zulasse, wobei das Umsatzziel künftige Fusionen und Übernahmen noch nicht berücksichtigt.933thedrive+1
Sowohl Anleger als auch Analysten zeigten sich von den Zielen wenig beeindruckt. BMO-Analyst Evan Seigerman schrieb, dass das prognostizierte Umsatzwachstum von 3,6 % bereits eingepreist sei, sodass die Bringschuld nun beim Management liege. Markus Manns, Portfoliomanager bei Union Investment, erklärte, der Umsatzaublick für 2030 und die stabilen Margen seien nicht überzeugend. Er fügte hinzu, Novo sollte „lieber in anderen Krankheitsbereichen zukaufen“, anstatt alles auf die Karte Adipositas zu setzen.kwsn+1
Der Aktienkurs von Novo Nordisk ist um mehr als 70 % von seinen Rekordhochs eingebrochen, die er erreicht hatte, nachdem das Unternehmen 2023 mit einer Marktkapitalisierung von über 600 Milliarden US-Dollar zum wertvollsten börsennotierten Konzern Europas aufgestiegen war. Die Konkurrenzspritze Zepbound von Eli Lilly ist laut LSEG-Daten auf dem besten Weg, Wegovy in diesem Jahr um mehr als 7 Milliarden US-Dollar zu übertreffen.kwsn+1
Das Unternehmen hat drastische Sparmaßnahmen ergriffen, wobei die Zahl der Mitarbeiterabgänge nach Entlassungen und anschließenden Austritten 13.000 erreichte. Was die Pipeline betrifft, legte das Management Pläne für die Markteinführung von CagriSema Anfang nächsten Jahres vor, gefolgt von Cagrilintid als Monotherapie und hochdosiertem CagriSema im Jahr 2028, bevor Zenagamtid gleichzeitig in oraler Form und als Injektion weiterentwickelt werden soll.933thedrive+1
Sydbank-Analyst Soren Lontoft Hansen brachte die Herausforderung für Doustdar auf den Punkt: „Es wird eine sehr schwere Aufgabe sein, den Markt davon zu überzeugen, dass das Unternehmen wirklich gut dasteht, wenn man die Konkurrenz durch Lilly, den Preisdruck und auch das Auslaufen des Patents für Semaglutid zu Beginn des nächsten Jahrzehnts bedenkt“.kwsn