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tribuneindia+1reuterstribuneindiaMorgan Stanley hält an seiner Prognose für Brent-Rohöl von 100 Dollar pro Barrel für das vierte Quartal 2026 fest und warnt, dass die Risiken "nach oben tendieren", da eine beispiellose Häufung von Angebotsstörungen die globalen Ölmärkte verengt, wie aus einem am Wochenende veröffentlichten Forschungsbericht hervorgeht.tribuneindia+1
Die Warnung erfolgte wenige Tage, nachdem die Internationale Energieagentur (IEA) mitteilte, dass sich die globale Angebotslücke bei Öl in diesem Jahr weiter vergrößern werde. Das weltweite Angebot soll nun um 5,7 Millionen Barrel pro Tag zurückgehen, da die Rückkehr zu normalen Ölströmen aus dem Golf auf 2027 verschoben wurde.iea+1
Morgan Stanley und The Goldman Sachs Group, Inc. verwiesen auf eine "ungewöhnlich hohe Anzahl von Störungen", die die Märkte gleichzeitig treffen: eingeschränkte Exporte durch die Straße von Hormus, reduzierte Ströme durch die Straße von Bab al-Mandab, die Stilllegung der Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens und Rekord-Tankerfrachtraten, die die Fähigkeit regionaler Märkte zur Kompensation von Engpässen eingeschränkt haben.rediff+1
Die Stilllegung der saudischen Pipeline, ausgelöst durch Drohnenangriffe aus dem Irak am 11. September, beseitigte eine kritische Ausweichroute, die Riad genutzt hatte, um die umstrittene Straße von Hormus zu umgehen. Die Pipeline mit einer Kapazität von 7 Millionen Barrel pro Tag dürfte für drei bis fünf Wochen weitgehend offline bleiben. Reuters berichtete, dass Saudi-Arabien die Exportbestände ausgehen könnten, wenn die Pipeline nicht schnell wieder in Betrieb genommen wird, was einen Verlust von bis zu 4% des weltweiten Angebots drohen lässt.reuters+2
Das Brokerhaus warnt, dass die Marktpuffer, die frühere Störungen abgefedert haben, nun schwinden. Programme für strategische Erdölreserven stehen kurz vor dem Abschluss – die IEA koordinierte Anfang des Jahres die Freigabe von 400 Millionen Barrel, die größte jemals durchgeführte Aktion – während die kommerziellen Lagerbestände auf ein niedriges Niveau gefallen sind und die US-Rohölexporte rückläufig sind.iea+1
Morgan Stanley schätzt, dass der Ölmarkt bis zum vierten Quartal 2026 und ersten Quartal 2027 ein Defizit aufweisen wird, wobei Brent im ersten Quartal 2027 auf 95 Dollar pro Barrel sinken dürfte, bevor es im zweiten Quartal auf 90 Dollar und im dritten Quartal auf 80 Dollar fällt. Der September-Bericht der IEA prognostizierte für 2026 ein weltweites Ölangebot von durchschnittlich 100,7 Millionen Barrel pro Tag, was einem Rückgang von 1,3 Millionen Barrel pro Tag gegenüber der vorherigen Schätzung entspricht.tribuneindia+1
Der sich verengende Ölmarkt hat Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen bewegte sich nahe 5%, und die Federal Reserve hat letzte Woche die Zinsen zum ersten Mal seit drei Jahren angehoben. Dennoch blieben die Aktienmärkte nahe ihren Allzeithochs. Mark Haefele von UBS Wealth Management sagte Kunden am Freitag, dass geopolitisch bedingte Rückgänge im S&P 500 historisch gesehen im Median nur 16 Tage dauern.finance.yahoo
JPMorgan äußerte sich vorsichtiger. "Zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Konflikts haben wir keine Basisprognose mehr", schrieben Rohstoffstrategen unter der Leitung von Natasha Kaneva. "Wir wissen einfach nicht, wie wir das Ende modellieren sollen."finance.yahoo