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reutersreutersindiatodayDer Sanierungsplan von Volkswagen sieht laut einem Bericht des Handelsblatts vom Samstag den Abbau von rund 4.100 zusätzlichen Stellen bei der Sportwagentochter Porsche Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG vor. Dies erhöht den Druck auf die Marke weiter, die ohnehin mit einbrechenden Absatzzahlen in China und einer kostspieligen Kehrtwende bei ihrer Elektrostrategie kämpft.
Dokumente im Zusammenhang mit einer jüngsten Vereinbarung des VW-Aufsichtsrats zur Umsetzung des größten Konzernumbaus der Unternehmensgeschichte sehen laut dem vom Handelsblatt zitierten Bericht den Abbau von „rund 4.100 Beschäftigten“ bei Porsche vor. Die Kürzungen sollen dazu beitragen, eine Deckungslücke bei den Gemeinkosten von rund 700 Millionen Euro (803,8 Millionen Dollar) zu schließen, und würden „zusätzlich zu bestehenden Vereinbarungen“ erfolgen, so die Zeitung.indiatoday+1
Der geplante Stellenabbau würde den ohnehin massiven Personalabbau bei dem Stuttgarter Autobauer weiter verschärfen. Im Juli hatten sich Porsche-Management und Arbeitnehmervertreter auf den Abbau von 5.000 Stellen geeinigt, zusätzlich zu den bereits zuvor beschlossenen 4.000 Stellenstreichungen. Sollten die nun vorgeschlagenen Kürzungen umgesetzt werden, wäre bis 2035 etwa jeder fünfte Porsche-Mitarbeiter vom Stellenabbau betroffen.indiatoday+1
Volkswagen lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ebenso ab wie ein Porsche-Sprecher. Als Mutterkonzern kann Volkswagen solche Maßnahmen zwar empfehlen, sie der Tochtergesellschaft jedoch nicht vorschreiben.indiatoday
Der Bericht des Handelsblatts folgte auf eine Gewinnwarnung von Volkswagen am Freitag, dem 18. September. Der Konzern senkte seine Prognose für die operative Marge im Gesamtjahr drastisch von zuvor 4,0 % bis 5,5 % auf nur noch 1 %. Grund für die Anpassung waren vor allem Einmaleffekte in Höhe von rund 10 Milliarden Euro (11,5 Milliarden Dollar), darunter rund 6 Milliarden Euro an Abschreibungen aufgrund der verschlechterten Aussichten für Porsche. Die VW-Aktie verzeichnete daraufhin deutliche Verluste.reuters+1
Porsche-Chef Michael Leiters steht unter massivem Druck, eine Kehrtwende einzuleiten, nachdem die Verkäufe in China eingebrochen sind und die Abkehr von den ursprünglichen reinen Elektro-Plänen hohe Kosten verursacht. Die schwächelnde Performance der Sportwagenmarke belastet zunehmend den gesamten Volkswagen-Konzern, der sich ohnehin im größten Umbau seiner Geschichte befindet.reuters+2