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reuters+1ad-hoc-news+1reuters+1Siemens Energy hat am Dienstag angekündigt, seinen Geschäftsbereich Transformation of Industry rechtlich und operativ zu verselbstständigen und als eigenständiges Unternehmen unter der Arbeitsmarke Omterra aufzustellen. Dieser Schritt ist der bisher entschlossenste des deutschen Energiekonzerns, sich angesichts der rasant steigenden Nachfrage durch Rechenzentren und künstliche Intelligenz auf die Stromerzeugung und Netzinfrastruktur zu konzentrieren.
Der Bereich Transformation of Industry beschäftigt rund 17.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 5,7 Milliarden Euro, was etwa 15 % des Konzernumsatzes von Siemens Energy in Höhe von 39,1 Milliarden Euro entspricht. Die Sparte verzeichnete eine Gewinnmarge vor Sondereffekten von 11,3 % und stellt industrielle Dampfturbinen, Kompressoren, Generatoren, Wasserstoff-Elektrolyseure sowie maritime Technologien her.finance.yahoo+1
CEO Christian Bruch sagte, die Sparte sei profitabel geworden und wachse, stehe jedoch im internen Wettbewerb um Kapital mit schneller expandierenden Bereichen. „Wenn wir unsere Struktur nicht ändern, begrenzen wir die Möglichkeiten von Transformation of Industry“, so Bruch in einer Erklärung. Für Grid Technologies wird im Geschäftsjahr 2026 ein vergleichbares Umsatzwachstum von 25 % bis 27 % erwartet, während Gas Services 16 % bis 18 % anstrebt. Dies stellt die Prognose der Industriesparte von 5 % bis 7 % weit in den Schatten.reuters+1
Siemens Energy plant, eine „signifikante“ Minderheitsbeteiligung zu behalten, während Optionen wie externe Investoren oder eine Kapitalmarkttransaktion geprüft werden. Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. wurde mehreren Berichten zufolge mit der Beratung für diesen Prozess beauftragt, wobei die Private-Equity-Firmen CVC, EQT, Bain Capital, Brookfield und KKR Angebote bei einer kolportierten Bewertung von über 10 Milliarden Euro prüfen.bloomberg+3
Die Abspaltung spiegelt einen breiteren Trend bei europäischen Industriekonglomeraten wider, ihre Portfolios zu straffen. Reuters wies darauf hin, dass Thyssenkrupp eine ähnliche Strategie für seine Werkstoffhandelssparte verfolgt. Die Europäische Kommission hat kürzlich den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung von Volkswagen an dem Nachfolger von MAN Energy Solutions für 7,4 Milliarden Euro an Bain Capital genehmigt.ad-hoc-news+1
Für Siemens Energy liegt der Fokus auf dem durch die KI-Infrastruktur angetriebenen Strom-Superzyklus. Das Unternehmen verzeichnet Rekordaufträge, da der Ausbau von Rechenzentren die Nachfrage nach Gasturbinen und Netzausrüstung beschleunigt. Nach der Abspaltung würde das unter der Marke Omterra geführte Geschäft zu einem bedeutenden unabhängigen Zulieferer für die Öl- und Gas-, Chemie-, Zement- und Wasserstoffindustrie mit mehr als 85 000 installierten Anlagen weltweit werden, wobei etwa die Hälfte des Umsatzes aus dem Servicegeschäft stammt.wsj+1
Nach der Abspaltung würde Siemens Energy seine Sparten Gas Services, Grid Technologies und die Windkraftsparte Siemens Gamesa behalten. Das Unternehmen nannte keinen Zeitplan für den Abschluss der Ausgründung. Der Aufsichtsrat hat die Pläne in dieser Woche erörtert, eine endgültige Eigentümerstruktur wurde noch nicht beschlossen.finimize+3