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ukrinform+1reuters+1pravdaDie politische Krise in der Ukraine nach der Entlassung von Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov verschärfte sich am Donnerstag, als der abgesetzte Reformer öffentlich Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyi beschuldigte, seine Arbeit zu sabotieren. Während der NATO-Generalsekretär versuchte, internationale Bedenken zu zerstreuen, leitete Präsident Wolodymyr Zelensky Schritte ein, um einen neuen Minister einzusetzen.
Zelensky ernannte am Donnerstag Generalmajor Yevhenii Khmara, den amtierenden Leiter des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU), zum amtierenden Verteidigungsminister und signalisierte damit seine Absicht, Khmara offiziell für die Leitung des Ministeriums zu nominieren. Dieser Schritt markierte eine Abkehr von früheren Berichten, wonach Innenminister Ihor Klymenko für das Amt nominiert werden sollte.ukrinform+4
Auf einer außerordentlichen Pressekonferenz am Donnerstag richtete der 35-jährige Fedorov eine von Reuters als "scharfe Tirade" bezeichnete Kritik an General Syrskyi. Er beschuldigte den Oberbefehlshaber, Initiativen des Ministeriums zu blockieren, Intrigen zu spinnen und "das Land zu spalten". Fedorov teilte Reportern mit, er habe Zelensky sogar vorgeschlagen, Syrskyi und den Chef des Generalstabs, Andrii Hnatov, auszuwechseln.reuters+2
Syrskyi brach sein Schweigen mit einer kurzen Stellungnahme auf Telegram, in der er Fedorov für seine Arbeit dankte und betonte, dass die Ukraine sich auf den Krieg konzentrieren müsse. "Ich wünsche mir, dass er Teil des Teams bleibt", schrieb Syrskyi laut mehreren Berichten.wkow+1
NATO-Generalsekretär Mark Rutte lobte Fedorovs Amtszeit, erklärte jedoch laut Ukrainska Pravda, dass er durch die Ernennung eines neuen Verteidigungsministers keine Änderungen an der Strategie Kyjiws im Krieg gegen Russland erwarte. Die Kommentare schienen darauf abzuzielen, die Verbündeten zu beruhigen, dass die Effektivität der Ukraine an der Front nicht durch die politischen Turbulenzen beeinträchtigt werde.pravda
Am Donnerstag kam es in mehreren ukrainischen Städten zu seltenen Protesten gegen Fedorovs Entlassung. Vor Zelenskys Entscheidung für Khmara hatten der Kommandeur der Asow-Brigade und andere militärische Führungskräfte öffentlich Unterstützung für Klymenkos Kandidatur bekundet. Der Wechsel zu Khmara – einer Figur aus dem Sicherheitsdienst statt aus dem Polizeiapparat – könnte Zelenskys Wunsch signalisieren, jemanden mit nachrichtendienstlichen Verbindungen an die Spitze des Verteidigungsapparates zu setzen, während interne Spannungen zwischen dem Ministerium und der militärischen Führung bestehen.bbc+2
Das Parlament hatte bereits am Donnerstag eine neue Regierung unter Premierminister Serhii Koretskyi gewählt, doch der Posten des Verteidigungsministers bleibt bis zu einer formellen Nominierung und Abstimmung unbesetzt.news.yahoo+1