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gcaptain+1aahokanewsUS-Energieminister Chris Wright erklärte, dass die Ölströme aus dem Arabischen Golf am Sonntag die Marke von 20 Millionen Barrel überschritten haben. Diesen Wert bezeichnete er als über dem Durchschnitt der Region vor Beginn des Konflikts mit dem Iran. Die Ankündigung vom Dienstag markiert einen Meilenstein bei der Erholung der Energieexporte aus der Golfregion nach Monaten schwerer Störungen in einem der weltweit wichtigsten Schifffahrtskorridore.aa+1
Laut Wright stieg der Sieben-Tage-Durchschnitt für Öl, das die Straße von Hormus verlässt, auf fast 9 Millionen Barrel pro Tag. Weitere 5 bis 7 Millionen Barrel pro Tag werden mittlerweile über Pipelines und Exportanlagen transportiert, die die Meerenge umgehen. „Dank der koordinierten Bemühungen des US-Militärs und unserer Verbündeten am Golf liegt der Sieben-Tage-Durchschnitt für Öltransporte durch die Straße von Hormus derzeit bei fast 9 Millionen Barrel pro Tag“, so Wright laut einem Bericht von gCaptain. Insgesamt belaufen sich die Ölströme aus der Golfregion damit auf durchschnittlich rund 15 Millionen Barrel pro Tag. Dies liegt zwar immer noch unter den rund 20 Millionen Barrel, die vor dem Konflikt täglich die Region passierten, bedeutet jedoch eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Jahresanfang.turkiyetoday+1
Die Pipelines Saudi-Arabiens zum Roten Meer und die Infrastruktur der Vereinigten Arabischen Emirate mit Anbindung an den Golf von Oman haben sich als wichtige Alternativrouten etabliert. Auch das Terminal Ras Markaz im Oman hat an strategischer Bedeutung gewonnen, da Reedereien nach Optionen abseits der Straße von Hormus suchen.aa
Die Erholung der Exporte bedeutet jedoch nicht, dass die Produktion in der Region wieder ihr volles Niveau erreicht hat. Die US-Energieinformationsbehörde (EIA) schätzt, dass auf dem Höhepunkt der Energiekrise rund 5,5 Millionen Barrel pro Tag der nahöstlichen Förderung ausfielen. Teile dieser Produktion könnten noch bis Ende 2027 offline bleiben. Der am Dienstag veröffentlichte Ölmarktbericht der IEA für August zeigte, dass das weltweite Ölangebot im Juli auch dank der teilweisen Normalisierung der Exporte durch die Straße von Hormus um 2,4 Millionen Barrel pro Tag gestiegen ist.hokanews+1
Analysten warnen zudem, dass die Zahlen vom Sonntag eher auf den Abbau aufgestauter Ladungen als auf einen dauerhaft höheren Durchsatz hindeuten könnten. Unabhängige Schifffahrtsdaten zeigten in der Vergangenheit wiederholt, dass die tatsächlichen Tankerbewegungen durch die Meerenge deutlich hinter den offiziellen Angaben zurückblieben.kpler+1
Ölhändler beobachten aufmerksam, ob sich dieser Aufwärtstrend fortsetzt. Der Preis für die Sorte Brent reagierte zuletzt empfindlich auf jede Veränderung der Lage in der Straße von Hormus. Die EIA erwartet für das dritte Quartal einen Durchschnittspreis der Referenzsorte von 85 US-Dollar pro Barrel. Zudem haben sich die OPEC+-Mitglieder, darunter Saudi-Arabien, Russland, der Irak und Kuwait, darauf geeinigt, die Förderung im Zuge einer schrittweisen Rücknahme freiwilliger Kürzungen um 188.000 Barrel pro Tag zu erhöhen, was einen weiteren Unsicherheitsfaktor für das Angebot darstellt.aa
Ob die jüngsten Zuwächse eine echte Kehrtwende oder nur ein vorübergehendes Hoch durch verzögerte Lieferungen darstellen, wird sich in den kommenden Wochen anhand der Tankerdaten, der Pipeline-Auslastung und des Verlaufs der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zeigen.hokanews