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reuters+1firstpost+1reuters+1In China tätige US-Unternehmen blicken so optimistisch auf ihre Geschäftsaussichten wie seit fünf Jahren nicht mehr. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage haben ein Nachlassen der Handelsspannungen und hochrangige diplomatische Kontakte zwischen Washington und Peking das kommerzielle Umfeld verändert.
Der China Business Report 2026 der Amerikanischen Handelskammer in Shanghai ergab, dass 58 Prozent der Befragten ihre Fünf-Jahres-Aussichten in China optimistisch beurteilen, was einem Anstieg um 17 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Erholung beendet eine vierjährige Phase historisch niedrigen Vertrauens und markiert den höchsten Optimismus seit 2021.scmp+2
Rund 78 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass ihre China-Aktivitäten im Jahr 2025 profitabel waren, der höchste Wert seit 2019. Auch die Investitionsstimmung verbesserte sich: 28 Prozent der Befragten gaben an, ihre Investitionen in China im vergangenen Jahr aufgestockt zu haben, der höchste Wert seit vier Jahren.businesstimes+2
Erstmals seit 2022 waren die Spannungen zwischen den USA und China nicht mehr die primäre Sorge von US-Unternehmen in China. Stattdessen entwickelte sich der Wettbewerb durch heimische chinesische Firmen zur größten Herausforderung: 68 Prozent der Befragten nannten ihn unter ihren drei größten Geschäftssorgen, fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Zum Vergleich: 53 Prozent nannten die Spannungen zwischen den USA und China, was einem Rückgang um 13 Prozentpunkte entspricht.businesstimes+2
"Es hat einen Stimmungswandel unter unseren Mitgliedern gegeben", zitierte Reuters Jeffrey Lehman, den Vorsitzenden von AmCham Shanghai. Er merkte an, dass die Umfrage im letzten Jahr während einer Phase erneuter Handelsstreitigkeiten durchgeführt wurde, während die diesjährige Umfrage auf den Gipfel im Mai zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Peking folgte.reuters+1
Michael Hart, Präsident der Amerikanischen Handelskammer in China, äußerte sich auf der China International Fair for Investment and Trade in Xiamen diese Woche ähnlich. Er sagte, dass zwei Treffen der Präsidenten, im Oktober 2025 in Busan und im Mai 2026 in Peking, zu mehr Stabilität beigetragen hätten.bastillepost
Die Umfrage verdeutlicht eine Verschiebung der Herausforderungen für US-Unternehmen. Chinesische Firmen konkurrieren zunehmend über Geschwindigkeit bei der Markteinführung, Produktentwicklung und Qualität: Bereiche, in denen ausländische Unternehmen einst klare Vorteile hatten.english.dainikjagranmpcg+1
Der Bericht zeigte auch eine gewisses Verbesserung bei der Wahrnehmung des regulatorischen Umfelds in China: 55 Prozent der Befragten bezeichneten es als transparent, was einem Anstieg um sieben Prozentpunkte entspricht und erstmals seit 2020 über 50 Prozent liegt. Allerdings rechneten nur 39 Prozent mit einer weiteren regulatorischen Öffnung.firstpost+1
Mit Blick auf die Zukunft gaben 31 Prozent der Unternehmen an, ihre Investitionen in China im Jahr 2026 erhöhen zu wollen, während 14 Prozent eine Reduzierung erwarteten. Die Hälfte der Unternehmen mit Forschungs- und Entwicklungsstandorten in China plante, ihre Ausgaben in diesem Jahr zu steigern, obwohl 46 Prozent gaben an, dass ihre Firmenzentralen Beschränkungen für F&E-Aktivitäten in China auferlegt hatten. Es wird erwartet, dass Xi Jinping später in diesem Monat Washington besucht. Die Wirtschaft erhofft sich von dieser Reise weitere Signale zum Kurs der bilateralen Beziehungen.businesstimes+2