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aljazeera+1nypost+1reutersDie Vereinigten Staaten haben am Donnerstag die sechste Nacht in Folge Angriffe gegen den Iran geflogen. Die Angriffe richteten sich gegen Militäranlagen nahe der strategisch wichtigen Straße von Hormus, während Teheran seine bisher schärfsten Warnungen vor einer umfassenden Zerstörung in der Region aussprach.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) teilte auf X mit, dass seine Streitkräfte am Donnerstag um 14:00 Uhr Ortszeit (ET) eine neue Welle von Angriffen gestartet hätten, „um die iranischen Militärkapazitäten weiter zu schwächen“. Iranische Nachrichtenagenturen berichteten von Explosionen auf der Insel Qeschm, in Bandar Abbas, Tschabahhar und Bandar-e Chamir im Süden des Landes. Die Nachrichtenagentur Fars zitierte lokale Behörden mit den Worten, es habe „einen amerikanischen Raketenangriff in der Nähe von Qeschm“ gegeben, während Tasnim berichtete, Orte rund um die Insel seien „von Geschossen des amerikanischen Feindes getroffen worden“. Die New York Times berichtete, dass die in der Straße von Hormus gelegene Insel Qeschm am Donnerstagnachmittag beschossen wurde.aljazeera+3
Die Angriffe folgten auf die ursprüngliche Begründung von CENTCOM für die Wiederaufnahme der Militäroperationen: Iran habe Handelsschiffe in der Meerenge „dreist angegriffen“ und damit gegen ein im vergangenen Monat unterzeichnetes Waffenstillstandsabkommen verstoßen. Präsident Trump hatte diesen Waffenstillstand am 8. Juli für „beendet“ erklärt.cnn+2
Irans gemeinsames Militärkommando reagierte am Donnerstag mit der Drohung, „die gesamte Infrastruktur in der Region“ zu zerstören, sollten die Vereinigten Staaten weiterhin zivile Ziele angreifen. Brigadegeneral Mohammad Akraminia, Sprecher der iranischen Armee, erklärte die Straße von Hormus zu einer unantastbaren „roten Linie“, die fest unter iranischer Kontrolle stehe. Er warnte, dass jeder US-Angriff auf die iranische Energieinfrastruktur eine Reaktion auslösen würde, die „schwerwiegender, umfassender und zerstörerischer als frühere Angriffe“ sein werde.newindianexpress+2
Die Drohung war eine direkte Reaktion auf Trumps Ultimatum Anfang dieser Woche, wonach die USA iranische Kraftwerke und Brücken ins Visier nehmen würden, falls Teheran nicht an den Verhandlungstisch zurückkehre. Das iranische Außenministerium erklärte am Mittwoch, man habe nicht die Absicht, Gespräche mit Washington aufzunehmen.youtube+2
Die erneute Verhängung der US-Seeblockade am Dienstag hat den Verkehr durch die Meerenge weiter abgewürgt. Reuters Thomson Reuters Corporation berichtete unter Berufung auf Daten des Schifffahrtsanalysten Kpler, dass am Mittwoch nur noch sieben Schiffe die Wasserstraße überquerten, verglichen mit 13 am Vortag. Vor dem Konflikt passierten täglich mehr als 130 Schiffe die Passage, über die zuvor rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Gaslieferungen abgewickelt wurden.wikipedia+1
Laut CENTCOM operieren derzeit mehr als 20 Kriegsschiffe der US-Marine und Hunderte von Militärflugzeugen im Nahen Osten. Am Mittwoch meldete das US-Militär, es habe einen unbemannten Öltanker auf dem Weg zur iranischen Insel Charg manövrierunfähig gemacht: das erste Schiff, das seit der Wiederaufnahme der Blockade fahruntüchtig gemacht wurde.npr+1
Iran reagierte laut staatlichen iranischen Medien mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Militäreinrichtungen in Kuwait, Bahrain und Jordanien. Auch Saudi-Arabien und die jemenitischen Huthi-Rebellen lieferten sich neue Gefechte, was das Ende ihres eigenen De-facto-Waffenstillstands signalisiert.cnbc+2