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reuters+1unctad+1reuters+1Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen warnte am Dienstag, dass steigende globale Transportkosten und Unterbrechungen der Lieferkette im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran die Lieferung lebensrettender Hilfe für Kinder weltweit bedrohen, wobei einige Lieferungen um bis zu sechs Monate verzögert werden.
Fast 100 Tage nach Beginn des Konflikts haben die erhöhte Unsicherheit rund um die Schifffahrtsrouten im Golf die Treibstoffpreise und Versicherungsprämien in die Höhe getrieben, während Überlastungen in alternativen Häfen die Krise laut Reuters verschärft haben. UNICEF erklärte, dass man aufgrund von Lieferverzögerungen zunehmend auf teure Luftfracht angewiesen sei. Allein im ersten Quartal 2026 habe die Agentur die jährlichen Beiträge von Logistikpartnern, die Charterflüge spenden, nahezu aufgebraucht.reuters+3
Die Umleitung von Lieferungen um das Kap der Guten Hoffnung verlängert die Lieferzeiten laut UNICEF-Schätzungen um zwei bis drei Wochen. Jean-Cedric Meeus, Leiter für globalen Transport und Logistik bei UNICEF, bezeichnete die Situation als beispiellos.usnews+3
Die Straße von Hormus, über die etwa ein Viertel des weltweiten Ölhandels auf dem Seeweg abgewickelt wird, ist seit Ende Februar 2026 nach Angriffen der USA und Israels auf den Iran weitgehend blockiert. Obwohl Teheran die Straße im April kurzzeitig für geöffnet erklärte, revidierte das Korps der Islamischen Revolutionsgarden dies innerhalb eines Tages. Das International Rescue Committee warnte im März, dass Luftraum- und Meeressperren "begannen, die globalen humanitären Lieferketten schwer zu beeinträchtigen".rescue+2
Die Störungen gehen weit über das unmittelbare Konfliktgebiet hinaus. Hilfsorganisationen wie das Welternährungsprogramm und Save the Children waren gezwungen, Lieferungen über Land oder alternative Wasserwege umzuleiten, was zu wochenlangen Verzögerungen und Kosten in Millionenhöhe führte. Die UN bezeichneten dies im April als die schwerwiegendste Unterbrechung der Lieferkette seit der COVID-19-Pandemie.africanews+2
Bis Ende Februar waren laut UNHCR-Daten, auf die sich UNICEF beruft, etwa 3,2 Millionen Menschen innerhalb des Iran vertrieben worden, darunter etwa 864.000 Kinder. Afghanische Familien, die im Iran lebten, kehren nach Afghanistan zurück, was die dortigen Dienste belastet und Nothilfe erforderlich macht.reliefweb+1
Eine vorübergehende Verlängerung des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran im April bot eine diplomatische Öffnung, doch anhaltende Spannungen um die Meerenge drosseln weiterhin die Lieferketten, Ernährungssysteme und Hilfsoperationen, was laut UN das Risiko birgt, dass sich ein vorübergehender Schock zu einer langwierigen humanitären Krise ausweitet.news.un