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ohchr.org+1.ohchr.org+1.ohchr.org+1.Eine von der UN eingesetzte Kommission teilte am Montag, dem 26. Oktober, mit, sie habe überzeugende Beweise dafür gefunden, dass russische Behörden in Zusammenarbeit mit Anwerbern im Ausland Männer aus 29 Ländern durch Täuschung oder Zwang in die russischen Streitkräfte geschleust haben. Die unabhängige internationale Untersuchungskommission für die Ukraine kam zu dem Schluss, dass diese Anwerbung den Tatbestand des Menschenhandels erfüllt und die grundlegenden Menschenrechte der Opfer verletzt. Sie forderte die sofortige Entlassung aller so rekrutierten Personen aus dem russischen Militär.hromadske.ua+1
Die Ergebnisse sind Teil eines Berichts an die UN-Generalversammlung. Derselbe Bericht beschuldigt Moskau zudem der Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit aufgrund der anhaltenden Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur.infobae.com
Die Kommission erklärte, die Anwerber hätten sich als seriöse, staatlich unterstützte Unternehmen ausgegeben. Sie organisierten Visa und Reisen für die Gruppen und begleiteten sie teilweise. In Russland wurden die Männer von Kontaktpersonen an Flughäfen empfangen. Den Rekruten wurden zivile Tätigkeiten als Fahrer, Mechaniker, Sicherheitskräfte oder Bauarbeiter versprochen. Nach ihrer Ankunft wurden sie gezwungen, Militärverträge auf Russisch zu unterzeichnen, eine Sprache, die viele nicht beherrschten. Laut dem Bericht wurden Pässe und Telefone oft konfisziert, und die Anwerber sowie Kommandeure behielten die versprochenen Zahlungen und Boni für sich.hromadske.ua+2
Die Ehefrau eines Mannes, der aus der Karibik rekrutiert wurde, berichtete den Ermittlern: Sie nahmen ihm den Pass ab und sagten ihm nur, er solle hier, hier und hier auf dem Vertrag unterschreiben. Er war nur auf Russisch. Die Kommission untersuchte Fälle von Staatsangehörigen aus 48 Staaten. Die 29 bestätigten Länder reichen von Indien und Bangladesch bis hin zu Kenia, Südafrika, El Salvador, Honduras und der Dominikanischen Republik.infobae.com+1
Die Kommission stützte sich auf 245 Zeugenaussagen. Sie stellte fest, dass ausländische Rekruten häufig für Angriffseinsätze eingesetzt wurden, dass Männern bei Verweigerung mit Schlägen oder dem Tod gedroht wurde und dass Drohnen eingesetzt wurden, um sie am Rückzug zu hindern. Eine Gruppe von 30 Männern hatte eine schriftliche Garantie, dass sie nicht an Kampfhandlungen teilnehmen müssten. Von dieser Gruppe sind inzwischen 17 verstorben, fünf werden vermisst und einer kehrte verwundet zurück.hromadske.ua
Die Kommission stellte klar, dass die Opfer nach internationalem humanitärem Völkerrecht nicht als Söldner gelten. Da sie formell in die russischen Streitkräfte eingegliedert wurden, haben sie bei einer Gefangennahme Anspruch auf den Schutz als Kriegsgefangene. Zudem forderte die Kommission die Heimatregierungen auf, die Männer bei ihrer Rückkehr nicht strafrechtlich zu verfolgen. Die Kommission stellte fest, dass Ausländer, die sich dem ukrainischen Militär anschlossen, dies wissentlich und freiwillig taten.cnn.com+1
Der Bericht wurde veröffentlicht, während Russland die Anwerbung in Afrika verstärkt. Ukrainische Geheimdiensterkenntnisse, die Bloomberg vorliegen, zeigen, dass zwischen Januar und September 2026 699 Männer aus Burundi rekrutiert wurden, verglichen mit 30 im gesamten Jahr 2025. Der Außenminister von Botswana erklärte, dass 15 rekrutierte Bürger vermisst werden, und Simbabwe hat zwei Russen wegen des Verdachts auf illegale Anwerbung festgenommen. Der Kreml behauptet, Russland verfüge über ausreichend eigenes Militärpersonal.newsukraine.rbc.ua+1