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reuters+1espn+1channelnewsasia+1Drei der mächtigsten Fußball-Konföderationen der Welt haben am Montag ihren bislang schärfsten Angriff auf FIFA-Präsident Gianni Infantino gestartet. Sie warfen ihm vor, das Vertrauen "durch Täuschung" gebrochen zu haben, und forderten eine unabhängige Untersuchung seines Umgangs mit den inzwischen aufgegebenen Plänen zum Verkauf von Anteilen an den kommerziellen WM-Rechten.
Die UEFA, die Asiatische Fußball-Konföderation (AFC) und CONCACAF veröffentlichten einen gemeinsamen offenen Brief an die "Fußballfamilie", der nur knapp vor der Forderung nach Infantinos Rücktritt halt machte. Der Brief, der von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, Victor Montagliani von der CONCACAF und Salman Bin Ibrahim Al Khalifa von der AFC unterzeichnet wurde, bezeichnete das Verhalten des FIFA-Präsidenten als "ein tiefgreifendes Versagen der Urteilskraft" und warf ihm vor, sich wie jemand zu verhalten, "der glaubt, der Fußball sei ihm Rechenschaft schuldig."reuters+1
Die drei Organisationen, die zusammen 143 der 211 FIFA-Mitgliedsverbände vertreten, wiesen die eigene Darstellung der FIFA zurück, das Geschehen sei ein Kommunikationsfehler gewesen. "Ein Vorschlag, der in einem extrem engen Zeitrahmen und ohne fundierte Konsultationen vorgelegt und kurz vor Ablauf einer Frist durchgedrückt wurde, bevor die Mitgliedsverbände die Bedingungen angemessen prüfen konnten, ist nicht das Ergebnis eines Versehens. Es ist das Ergebnis eines Konzepts, das darauf abzielt, die Überprüfung zu begrenzen", hieß es in dem Brief.espn
Infantino hatte vorgeschlagen, 20 Prozent der kommerziellen Rechte an der Weltmeisterschaft auszugliedern und an private Investoren zu verkaufen, um rund 4,2 Milliarden Dollar einzunehmen, bevor er den Plan nach heftigem Widerstand zurückzog.channelnewsasia
Die Konföderationen haben mit dem Boykott von FIFA-Wettbewerben gedroht. Die UEFA bestätigte vergangene Woche, dass diese Drohung aufrecht erhalten bleibt, solange Infantino im Amt ist. Laut einem Bericht von Yahoo Sports unter Berufung auf The Daily Telegraph haben die UEFA, CONCACAF und die AFC vorläufige Gespräche über die Organisation eigener Wettbewerbe aufgenommen, falls sie einen FIFA-Boykott durchziehen sollten.sports.yahoo+1
Der Brief kritisierte auch eine Sitzung des FIFA-Managementkomitees in Marokko in der vergangenen Woche und merkte an, dass nur ein gewählter Amtsträger anwesend war und keine Mitglieder des FIFA-Rats oder Mitgliedsverbände eingeladen wurden. Die FIFA veröffentlichte nach diesem Treffen eine Erklärung, in der sie Infantino den Rücken stärkte.channelnewsasia
Die Krise hat tiefe Gräben im Weltfußball offenbart. Afrikas Konföderation CAF hat sich einstimmig hinter Infantino gestellt, und mehrere Nationalverbände, darunter Argentinien, Mexiko, Marokko, Paraguay, Ecuador und Bolivien, haben dem FIFA-Präsidenten ihre Unterstützung ausgesprochen. Fast 70 der 211 FIFA-Mitgliedsverbände haben öffentlich erklärt, für Infantino zu stimmen, während etwa ein Dutzend eine zuvor zugesagte Unterstützung zurückgezogen hat.rediff+1
Am Freitag forderte die Präsidentin des norwegischen Fußballverbands, Lise Klaveness, Infantino zum sofortigen Rücktritt auf. Die FIFA reagierte am Wochenende und warnte vor einer, wie sie es nannte, "konzertierten und anhaltenden Anstrengung einiger Akteure, die FIFA und ihren Präsidenten zu untergraben."channelnewsasia+2
Der offene Brief schloss: "Die Stärke des Fußballs lag schon immer in seiner Einheit. Wir fordern, dass diese Einheit jetzt geachtet wird, für eine Führung, die dem Fußball dient und nicht versucht, ihn zu kommandieren."reuters