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xunricreutersPräsident Donald Trump möchte, dass FIFA-Präsident Gianni Infantino der nächste Generalsekretär der Vereinten Nationen wird, berichtete die New York Post am Montag. Dieser Schritt würde eine außergewöhnliche politische Allianz krönen, die während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 geschmiedet wurde.x
Der Bericht erscheint nur zwei Tage, nachdem Trump und Infantino gemeinsam im MetLife Stadium standen, um Spanien nach dem Sieg gegen Argentinien im Finale am 19. Juli den WM-Pokal zu überreichen. Es heißt, Trump betrachte Infantinos globales Profil und ihre enge persönliche Beziehung als Qualifikationen für den höchsten diplomatischen Posten der UN.reutersconnect+1
Die Partnerschaft zwischen Trump und Infantino war eines der prägenden Merkmale des Turniers 2026. Bei einem FIFA-Empfang im Trump Tower am 17. Juli schrieb Infantino der Trump-Regierung zu, die Weltmeisterschaft zum "größten menschlichen, sozialen und kulturellen Ereignis, das jemals organisiert wurde" gemacht zu haben, während Trump Infantino als "großen" Anführer bezeichnete und das Turnier als "vielleicht das erfolgreichste Sportereignis in der Geschichte der Welt" erklärte.espn+2
Ihre Verbindung sorgte bereits früher im Turnier für Kontroversen, als Trump zugab, Infantino angerufen zu haben, um eine Überprüfung einer Roten Karte für den US-Stürmer Folarin Balogun zu erbitten, die die FIFA daraufhin aufhob. Der Vorfall veranlasste die Menschenrechtsgruppe FairSquare dazu, eine Ethikbeschwerde beim Internationalen Olympischen Komitee einzureichen, unter Berufung auf Infantinos "wiederholten Verstoß gegen die Regeln der politischen Neutralität".nypost+4
Der Auswahlprozess für den nächsten UN-Generalsekretär ist bereits weit fortgeschritten. Die Amtszeit von António Guterres endet Ende 2026, sein Nachfolger soll am 1. Januar 2027 das Amt antreten. Vier Kandidaten sind offiziell ins Rennen gegangen: die ehemalige chilenische Präsidentin Michelle Bachelet, IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi, UNCTAD-Generalsekretärin Rebeca Grynspan und der ehemalige senegalesische Präsident Macky Sall.unric+2
Die Vereinigten Staaten verfügen über ein Vetorecht im UN-Sicherheitsrat, was Trump erheblichen Einfluss auf die Auswahl gibt. Der Rat muss einen Kandidaten mit mindestens neun Stimmen und ohne Veto eines der fünf ständigen Mitglieder empfehlen, bevor die Generalversammlung eine Ernennung vornehmen kann. Die Nominierung von Infantino, einem schweizerisch-italienischen Sportfunktionär ohne diplomatischen Hintergrund, würde jedoch einen beispiellosen Bruch mit der Tradition darstellen. Ob die Mitgliedsstaaten eine solche Kandidatur unterstützen würden, bleibt eine offene Frage, während die Verhandlungen später in diesem Jahr hinter verschlossenen Türen fortgesetzt werden.reuters+1