Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

espn+1espn+1espn+1US-Präsident Donald Trump hat sich am Montag in eine wachsende Krise an der Spitze des Weltfußballs eingeschaltet. Er warnte die FIFA vor einem "schrecklichen Fehler", sollte sie Präsident Gianni Infantino absetzen wollen. Infantino steht wegen eines gescheiterten Plans zum Verkauf von WM-Anteilen an private Investoren unter erheblichem Druck dreier großer Konföderationen.
"Die FIFA würde einen schrecklichen Fehler machen, wenn sie aus irgendeinem Grund auch nur in Erwägung zöge, Präsident Gianni Infantino zu ersetzen", postete Trump auf Truth Social. "Er ist fantastisch und hat gerade die mit Abstand erfolgreichste Weltmeisterschaft aller Zeiten geleitet. Wenn er geht, wird es nie wieder so erfolgreich oder profitabel sein!"espn+1
Trumps Einmischung erfolgte nur wenige Stunden, nachdem die UEFA, die CONCACAF und die Asian Football Confederation einen gemeinsamen offenen Brief an die "Fußballfamilie" veröffentlicht hatten. Darin erklärten sie, Infantinos verworfener Vorschlag FIFA Forward Enterprise, der rund 20 Prozent der kommerziellen WM-Rechte für 4,2 Milliarden US-Dollar an private Investoren verkauft hätte, stelle einen "grundlegenden Vertrauensbruch" dar.skysports+1
"Wenn Vertrauen durch Täuschung gebrochen wird, wenn ein Einzelner sich über das Kollektiv stellt, das ihm Autorität anvertraut hat, dann wurde diese Pflicht verletzt", hieß es in dem Schreiben. Obwohl Infantino nicht namentlich genannt wurde, erklärten Quellen gegenüber der BBC, der Brief sei als Rücktrittsaufforderung zu verstehen.aljazeera+1
Infantino entschuldigte sich für den Vorschlag, nachdem die UEFA mit dem Boykott aller FIFA-Wettbewerbe gedroht hatte. Die drei Konföderationen wiesen seine Darstellung als bloßen Verfahrensfehler jedoch zurück. "Es gibt weiterhin keine Einsicht, dass der Versuch, Anteile an der FIFA-Fußball-WM zu verkaufen, ein tiefgreifendes Fehlurteil war", hieß es weiter.skysports
Trumps Unterstützung für Infantino bringt den US-Präsidenten in Konflikt mit dem US-Fußballverband U.S. Soccer. Dieser forderte am Montag gemeinsam mit Canada Soccer, der Caribbean Football Union und UNCAF in einer separaten Erklärung Reformen bei der Governance und Transparenz der FIFA.espn+1
Die Beziehung zwischen den beiden Männern sorgt seit Längerem für Aufmerksamkeit. Infantino verlieh Trump im Dezember 2025 den ersten "FIFA Peace Prize", und beide besuchten im vergangenen Monat gemeinsam das WM-Finale. Die Venture-Capital-Firma Thrive Eternal, die die geplante Investorengruppe anführen sollte, wurde von Joshua Kushner gegründet, dem Bruder von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner.bbc+2
CONCACAF-Präsident Victor Montagliani gilt als potenzieller Herausforderer von Infantino, der seine Kandidatur für eine vierte Amtszeit bis zum 18. November vor dem FIFA-Kongress im März 2027 erklären muss. Laut BBC gab es unter den drei Konföderationen bereits vorläufige Gespräche über Abspaltungsturniere, sollte Infantino im Amt bleiben. Bei der FIFA-Präsidentenwahl stimmen die einzelnen Mitgliedsverbände ab und nicht die Konföderationen, und Infantino genießt weiterhin die Unterstützung des afrikanischen Verbandes CAF sowie weitgehend des südamerikanischen Verbandes CONMEBOL.aljazeera+1