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aljazeera+1wsjaljazeera+1Präsident Donald Trump bestätigte am Montag, dass der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un auf seine diplomatischen Bemühungen reagiert hat, und beschrieb den Austausch als "sehr positiv". Gleichzeitig berichtet das Wall Street Journal News Corp , dass Trump seine Mitarbeiter drängt, ein persönliches Treffen mit Kim noch für diesen Herbst zu arrangieren.
Als ein Reporter Trump im Weißen Haus fragte, warum Kim nicht auf seine Bemühungen zur Wiederaufnahme des Kontakts reagiert habe, entgegnete Trump scharf: "Woher wissen Sie, dass er nicht reagiert hat?" Auf Nachfrage fügte er hinzu: "Ja, das hat er." Er lehnte es ab, Einzelheiten darüber zu nennen, wann oder wie der Kontakt stattfand oder ob er direkt mit dem nordkoreanischen Führer gesprochen habe.aljazeera+1
Das Wall Street Journal berichtete am Dienstag, dass Trump privat die Planung eines Treffens mit Kim während seiner nächsten Asienreise diskutiert habe, die mit dem APEC-Gipfel in Shenzhen, China, im November zusammenfallen könnte. Der Bericht berief sich auf US-Beamte, die mit den Gesprächen vertraut sind. Nordkorea hat bisher keinen Kontakt zu Washington öffentlich bestätigt.wsj
Das diplomatische Signal kam einen Tag, nachdem Trump Verteidigungsminister Pete Hegseth angewiesen hatte, die gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea "erheblich zu reduzieren". Er bezeichnete die jährlichen Manöver als "kostspielig" und erklärte, sie sendeten "ein Signal, das völlig unangemessen und feindselig" gegenüber Nordkorea sei. Die Übungen "Ulchi Freedom Shield" begannen am Montag und sollen bis zum 27. August andauern.english.hani+2
Analysten sehen Trumps Kurswechsel gegenüber Pjöngjang als Ausdruck seiner Frustration über die US-Militärkampagne im Iran. Victor Cha vom Center for Strategic and International Studies sagte, Trump sei teilweise von dem Wunsch motiviert, "die Schlagzeilen von seinen Problemen mit dem Iran-Krieg abzulenken".aljazeera
Trump verknüpfte die Reduzierung der Übungen zudem mit der Weigerung Südkoreas, US-Operationen im Iran zu unterstützen: "Wir haben 39.000 Soldaten dort drüben, die euch vor Kim Jong Un, eurem direkten Nachbarn, schützen, und ihr wollt uns bei einer sehr einfachen Militäroperation im Iran nicht helfen?" Die Zeitung The Hankyoreh merkte an, dass die tatsächliche Zahl der in Südkorea stationierten US-Truppen bei etwa 28.500 liegt.english.hani+1
Trotz Trumps Optimismus warnen Analysten, dass ein Gipfeltreffen nicht unmittelbar bevorstehe. Cha sagte, Nordkorea werde wahrscheinlich "erst einmal abwarten". Seit dem letzten Treffen zwischen Trump und Kim im Jahr 2019 hat Pjöngjang sein Atomwaffenarsenal erweitert und die militärischen Beziehungen zu Russland vertieft, was Kim in eine deutlich stärkere Verhandlungsposition bringt.aljazeera
Andrew Yeo von der Brookings Institution äußerte eine andere Sichtweise: "Er hat nichts zu verlieren, wenn er Trump trifft, da er Russland und China im Rücken hat."news.meaww
Am Dienstag postete Trump auf Truth Social ein manipuliertes Bild, das Kim mit einem Telefon zeigt, versehen mit der Bildunterschrift: "Hey Donald, We cool … Right?" – eine Geste, die, ungeachtet ihrer diplomatischen Bedeutung, die Absicht des Präsidenten signalisierte, den Gesprächskanal offen zu halten.koreatimes