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thehill+1moneycontrolthehill+1US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch, er glaube, dass Irans Oberster Führer Mojtaba Chamenei noch am Leben sei, aber bei den US-israelischen Angriffen im Februar, bei denen sein Vater getötet wurde, „sehr schwer verletzt“ worden sei. Damit äußerte er sich inmitten monatelanger Spekulationen so detailliert wie noch nie öffentlich zum Zustand des iranischen Führers.
„Ich glaube nicht, dass er tot ist. Er wurde sehr schwer verletzt. Die linke Seite seines Körpers, der Arm, das Bein, das ganze Programm“, sagte Trump in einem Interview mit dem konservativen Radiomoderator Glenn Beck. Er fügte hinzu, dass der Iran, sollte Chamenei tatsächlich tot sein, „eine ziemlich gute Show abzieht, weil sie ständig davon reden, wieder mit ihm zu sprechen, um seinen Segen für bestimmte Dinge zu erhalten.“thehill+1
Die Äußerungen fielen einen Tag nach der Veröffentlichung eines Berichts im Magazin „The Atlantic“. Darin wurden Quellen in Teheran zitiert, die spekulierten, Mojtaba Chamenei sei entweder tot oder hirntot, während andere glaubten, er sei noch am Leben.thehill
Mojtaba Chamenei war vom Expertenrat zum Obersten Führer ernannt worden, nachdem sein Vater, Ayatollah Ali Chamenei, bei dem US-israelischen Angriff am 28. Februar getötet worden war. Seitdem ist der jüngere Chamenei auf keinem eindeutig aktuellen Foto, Video oder einer Audioaufnahme zu sehen gewesen. Er erschien in der vergangenen Woche nicht einmal zu einer großen Trauerfeier für seinen Vater, obwohl er der offizielle Gastgeber war, und mehrere hochrangige iranische Beamte haben Berichten zufolge eingeräumt, ihn nicht gesehen zu haben.moneycontrol
Iranische Medien veröffentlichten am 24. August zuvor ungesehenes Bildmaterial von Mojtaba, das ihn beim Vorsitz einer akademischen Sitzung zeigt. Die Aufnahmen waren jedoch undatiert, und es konnte nicht unabhängig festgestellt werden, wann sie aufgenommen wurden. Sein Büro erlässt weiterhin religiöse Urteile, Dekrete und Ernennungen, während Präsident Massud Peseschkian erklärte, er habe sich mit dem Obersten Führer getroffen, um über den Krieg und die Wirtschaft zu sprechen.moneycontrol
Trump nutzte das Interview, um ein schnelles Ende des sechs Monate andauernden Konflikts vorherzusagen. „Wir werden hier sehr bald einen großen Sieg erringen“, sagte er. Er behauptete, die Straße von Hormus sei in Betrieb, und erklärte, am Dienstag seien 10 Millionen Barrel Öl durch die Meerenge transportiert worden, wobei 22 Schiffe über Nacht die Passage passiert hätten.yenisafak+1
Schiffs-Tracker meldeten in den letzten Wochen einen Anstieg der Öltransporte durch die Meerenge, obwohl der Verkehr nach wie vor weit unter dem Vorkriegsniveau liegt. Direkte Gespräche zwischen den USA und dem Iran sind weiterhin festgefahren, da Teheran darauf besteht, dass die USA ihre Seeblockade aufheben müssen, bevor Verhandlungen fortgesetzt werden können.thehill
Trump bekräftigte, dass die Verhinderung einer iranischen Atombombe das zentrale Ziel der USA bleibe. „Wir dürfen nicht zulassen, dass der Iran eine Atomwaffe bekommt. Darum geht es im Grunde. Das macht 99,9 Prozent aus“, sagte er.kurdistan24
Iran International, ein in London ansässiges Medium, das über iranische Angelegenheiten berichtet, veröffentlichte am Mittwoch eine Analyse, in der argumentiert wird, dass Chameneis Abwesenheit sowohl eine Schwachstelle als auch ein Instrument für das Regime geworden ist: Sie setze Nachfolgekämpfe aus, verwehre dem System jedoch eine klare Richtung. Ohne einen sichtbaren Führer, der schlichten könnte, haben sich die iranischen Fraktionen in der Frage gespalten, ob sie Krieg oder Verhandlungen anstreben sollen. Beide Lager berufen sich dabei auf die Autorität des Obersten Führers, während keines von beiden ihn vorweisen kann.iranintl