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arabnews+1iranintlwashingtontimes+1Präsident Donald Trump warnte am Sonntag, er stehe an einem kritischen Wendepunkt im fast sieben Monate andauernden Iran-Krieg. Gegenüber Fox News erklärte er, er wäge ab, ob er einen verheerenden Militärschlag gegen das Land führen oder eine diplomatische Lösung anstreben solle.
"Meine Frage ist: Wenn und wann lösche ich die gesamte Nation aus? Sie sollten sich besser benehmen", sagte Trump in einem Telefoninterview mit dem Chef-Auslandskorrespondenten von Fox News, Trey Yingst. Der Präsident beschrieb sich selbst als im "Entscheidungsmodus" befindlich und kündigte an, dass "in nicht allzu ferner Zukunft sehr große Dinge passieren werden".arabnews+3
Trump skizzierte drei Optionen: die Vernichtung Irans durch Militärschläge, das wirtschaftliche "Verrotten" des Regimes oder die Aushandlung eines Abkommens zur Beendigung des Krieges. Er signalisierte zudem diplomatische Bereitschaft und sagte, er wäre "wahrscheinlich offen" für ein Treffen mit dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian bei der UN-Generalversammlung, deren hochrangige Woche am Montag in New York beginnt.aninews+3
Teheran hat mit eigenen diplomatischen Manövern reagiert. Der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates, Mohsen Rezaei, sagte am Samstag, der Iran habe Washington über einen katarischen Vermittler sieben Bedingungen für den Beginn von Verhandlungen übermittelt. Zu den Forderungen gehören laut Iran International ein Ende des Krieges "an allen Fronten", die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte und ein Ende der US-Seeblockade. Rezaei erklärte, Teheran warte auf Trumps Antwort.iranintl
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf schlug am Sonntag einen zweigleisigen Ton an: Der Iran müsse "rational und kraftvoll kämpfen und zum geeigneten Zeitpunkt mit Autorität und Vernunft verhandeln". Er fügte hinzu, Teheran habe Bedingungen für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus übermittelt, die der Iran während des gesamten Konflikts zu blockieren versucht hat, so AFP.arabnews+1
Trumps Äußerungen erfolgten, nachdem er am Samstagabend abrupt seinen Aufenthalt in Camp David abgebrochen und ins Weiße Haus zurückgekehrt war. Der nationale Sicherheitsanalyst von CNN, Alex Plitsas, berichtete, dass sich die Gespräche im Präsidentenrefugium auf Angriffsoptionen im Jemen konzentriert hätten. US-Botschaften im gesamten Nahen Osten gaben daraufhin Sicherheitswarnungen für amerikanische Staatsbürger heraus.washingtontimes+1
Der Präsident sagte zudem, Washington stehe "in ständiger Kommunikation mit den Houthis" und die vom Iran unterstützte Gruppe habe "zugestimmt, nicht gegen die Vereinigten Staaten zu kämpfen", obwohl die Houthis am Samstag einen ballistischen Raketenangriff auf die saudische Hauptstadt Riad starteten und Gebiete im Jemen von der saudisch unterstützten Regierung eroberten.gulftoday
Innenpolitisch steht Trump wegen der wirtschaftlichen Folgen des Krieges unter wachsendem Druck. Der nationale Durchschnittspreis für eine Gallone Benzin erreichte am Freitag laut AAA 4,48 Dollar – ein Anstieg um 1,27 Dollar gegenüber dem Vorjahr – und das Repräsentantenhaus stimmte letzte Woche zum dritten Mal dafür, den Präsidenten zu verpflichten, die Zustimmung des Kongresses für militärische Aktionen im Iran einzuholen.aol+1