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vancouverisland.ctvnews+1digital-markets-act.europa+1washingtonexaminer+1Präsident Donald Trump erklärte am Freitag, die Vereinigten Staaten würden eine Handelsuntersuchung nach Paragraf 301 gegen die Europäische Union einleiten, und drohte mit neuen Zöllen als Vergeltung dafür, dass Brüssel Alphabets Google wegen Verstößen gegen das Gesetz über digitale Märkte mit einer Strafe von 890 Millionen Euro (1 Milliarde Dollar) belegt hat.
Wir werden umgehend eine 301-Untersuchung gegen die Praxis des Ausraubens amerikanischer Unternehmen und damit des amerikanischen Steuerzahlers einleiten, schrieb Trump auf Truth Social und warnte, die Europäische Union werde einen sehr hohen Preis für diese illegale und höchst diskriminierende Maßnahme zahlen.vancouverisland.ctvnews+2
Die EU-Kommission gab die Sanktionen am Donnerstag, dem 23. Juli, bekannt und stellte fest, dass Google an zwei Fronten gegen das wegweisende Wettbewerbsrecht des Blocks verstoßen hat. Die erste Geldbuße in Höhe von 460 Millionen Euro richtete sich gegen die Eigenbevorzugung in der Google-Suche, bei der das Unternehmen seine eigenen Angebote für Shopping, Hotels, Transport und Sport prominenter platzierte als rivalisierende Angebote. Eine zweite Geldbuße in Höhe von 430 Millionen Euro betraf Einschränkungen im Google Play Store, die App-Entwickler daran hinderten, Verbraucher zu günstigeren Alternativen außerhalb der Plattform zu leiten.digital-markets-act.europa+3
Die Sanktionen markieren Googles erste Geldstrafe im Rahmen des DMA, obwohl das Unternehmen in fast zwei Jahrzehnten bereits mehr als 10 Milliarden Euro an EU-Kartellstrafen angesammelt hat. Google hat 60 Tage Zeit, um den Anforderungen der Kommission nachzukommen, andernfalls drohen tägliche Geldstrafen von bis zu 5 Prozent des durchschnittlichen globalen Tagesumsatzes.mezha+2
Trumps Reaktion folgt dem Muster, das er im September 2025 etablierte, als er nach einer separaten EU-Kartellstrafe von 2,95 Milliarden Euro gegen Google wegen seines Werbetechnologiegeschäfts mit Maßnahmen nach Paragraf 301 drohte. Damals warf Trump Brüssel vor, Gelder abzuziehen, die ansonsten in amerikanische Investitionen und Arbeitsplätze geflossen wären.washingtonexaminer+2
Die Regierung hat ihre Haltung zur Durchsetzung europäischer Technologievorschriften schrittweise verschärft. Im Februar 2025 erließ Trump ein Memorandum, das Zölle gegen Länder vorsieht, die die globale Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Unternehmen behindern. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer hatte Anfang der Woche signalisiert, dass zusätzliche Zollmaßnahmen unmittelbar bevorstehen.iss.europa+1
Trotz der Geldbuße signalisierten EU-Wettbewerbsbehörden, dass weitere tägliche Geldstrafen gegen Google unwahrscheinlich sind, und verwiesen auf die Fortschritte des Unternehmens bei der Einhaltung der Vorschriften. Die Kommission stand mit Google seit der Veröffentlichung vorläufiger Ergebnisse im März 2025 im Dialog, wonach die Suchpraktiken gegen das DMA verstießen.mezha+1
Die Eskalation erfolgt inmitten ohnehin angespannter transatlantischer Handelsbeziehungen, mit bestehenden US-Zöllen von 20 Prozent auf EU-Waren und laufenden Verhandlungen über die digitale Regulierung. Eine Untersuchung nach Paragraf 301 könnte Monate dauern, würde jedoch die rechtliche Grundlage für zusätzliche gezielte Zölle auf europäische Exporte in die Vereinigten Staaten schaffen.congress+1