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nampabusinessupturnreutersPräsident Donald Trump drohte am Montag damit, dem kanadischen Flugzeughersteller Bombardier den Verkauf von Jets in den Vereinigten Staaten zu untersagen. Dies eröffnet eine neue Front im eskalierenden Handelskrieg mit Kanada, nur wenige Stunden bevor die Vergeltungszölle Ottawas in Kraft treten sollen.
"Kein Verkauf mehr von Bombardier in den Vereinigten Staaten!" schrieb Trump laut AFP in einem Beitrag auf Truth Social und fügte hinzu, dass Bombardier der Verkauf im Land nicht gestattet werde, es sei denn, das Unternehmen beginne dort mit der Flugzeugproduktion. Der Präsident warf Kanada zudem vor, US-Banken und Unternehmen daran zu hindern, nördlich der Grenze tätig zu sein.nampa+1
Die Drohung ist das neueste Kapitel in einem monatelangen Kampf um den Zugang zum Luftfahrtmarkt zwischen den beiden Ländern. Im Januar drohte Trump damit, die Zertifizierung für Bombardier Global Express-Geschäftsreiseflugzeuge aufzuheben und einen Zoll von 50 % auf alle in Kanada hergestellten Flugzeuge zu erheben, sofern Kanada nicht Gulfstream General Dynamics Corporation -Modelle – die G500, G600, G700 und G800 – für seinen Markt zertifiziere. Anfang September schrieb sich Trump den Erfolg zu, Kanada zur Gulfstream-Zertifizierung gezwungen zu haben, und behauptete, seine Zollandrohung habe einen neunjährigen Streit "in 2 Stunden" gelöst.news.meaww+2
Dennoch ist die regulatorische Lage komplexer, als Trump suggeriert hat. Aufzeichnungen von Transport Canada zeigen, dass Gulfstream-Modelle bereits Teil des kanadischen Luftfahrt-Regelwerks sind und alle vier von Trump genannten Modelle eine kanadische Zulassung erhalten haben. Der Vorstoß vom Montag ging jedoch über frühere Drohungen hinaus, indem er erklärte, dass Bombardier überhaupt nicht in den USA verkaufen dürfe, es sei denn, das Unternehmen baue die Flugzeuge im Inland – eine Forderung, die das Geschäftsmodell des Unternehmens auf den Kopf stellen würde. Die Finanzberichte von Bombardier für 2024 weisen einen US-Umsatz von rund 5,6 Milliarden Dollar aus, was etwa 64 % des Gesamtumsatzes entspricht.businessupturn+1
Der Zeitpunkt von Trumps Äußerungen ist bemerkenswert. Kanadas jüngste Runde von Vergeltungszöllen – die US-Importe im Wert von 27,6 Milliarden Dollar mit Sätzen von 15 %, 25 % und 50 % belegen – soll am 8. September um 00:01 Uhr in Kraft treten. Ottawa kündigte die Gegenmaßnahmen im August an, nachdem Washington 50-prozentige Zölle auf eine breite Palette kanadischer Waren erhoben hatte.reuters+3
Die Vergeltungszölle betreffen Sektoren wie Stahl, Aluminium, Molkereiprodukte, Haushaltsgeräte, Elektronik und landwirtschaftliche Geräte. Kanada hat die Reaktion als eine direkte Entsprechung zu den US-Zöllen dargestellt.canada+1
Es bleibt unklar, ob Trumps Aussage in formelle regulatorische oder handelspolitische Maßnahmen münden wird. Bloomberg berichtete am Montag, dass die Drohung die bereits angespannte bilaterale Beziehung weiter belastet habe. Die nordamerikanische Luftfahrtfertigung ist tief integriert, und Beschränkungen für Bombardier könnten US-Zulieferer, Betreiber und Luftfahrtdienstleister treffen, die von den Flugzeugprogrammen des Unternehmens abhängig sind. Vorerst stellen die Worte des Präsidenten eine politische Drohung dar – keine umgesetzte Politik.bloomberg+1