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english.aawsatenglish.aawsatjpost+1Toyota gab am Mittwoch bekannt, dass der Betrieb in drei Werken im Süden Japans bis Freitag, den 31. Juli, ausgesetzt wird. Vorausgegangen war ein Erdbeben der Stärke 7,1 in der Präfektur Kumamoto, das Zulieferer und Logistik in der gesamten Region beeinträchtigte.
Der weltweit größte Automobilhersteller kündigte die Aussetzung der Arbeit in seinen Werken Miyata, Kanda und Kokura an, nur wenige Stunden nach der Wiederaufnahme der Produktion, die am Tag zuvor nach dem Beben vom Dienstag gestoppt worden war. "Die Lage, einschließlich der Nachbeben und der Aufräumarbeiten, ändert sich täglich", hieß es in einer Erklärung von Toyota. "Sicherheit hat für uns weiterhin oberste Priorität."english.aawsat
Das Werk Miyata, das über eine jährliche Produktionskapazität von rund 430.000 Fahrzeugen verfügt und eine breite Palette von Lexus-Luxusmodellen herstellt, ist vom schwersten Ausfall betroffen. Die Standorte Kanda und Kokura fertigen Hybridkomponenten und Motoren.english.aawsat
Honda erklärte, die Betriebsunterbrechung in seinem Motorradwerk in Kumamoto bis Freitag zu verlängern, um Reparaturen an durch das Beben beschädigten Fabrikteilen zu ermöglichen. Der Halbleiterhersteller Renesas stellte den Betrieb in zwei Werken in Kumamoto ein, um die Auswirkungen auf die Anlagen zu untersuchen.english.aawsat
Das Erdbeben vom Dienstag, das sich am 28. Juli um 16:27 Uhr Ortszeit ereignete, erreichte die höchste Stufe auf Japans seismischer Intensitätsskala, beschädigte Straßen und führte zu Stromausfällen in Tausenden Haushalten. Mindestens 13 Menschen kamen ums Leben und rund 260.000 Menschen erhielten Evakuierungsanweisungen, wie Reuters berichtete. Ein Einkaufszentrum stürzte ein und die Mauern der Burg Kumamoto wurden beschädigt.wikipedia+3
Nissan teilte mit, dass derzeit keine Unterbrechung im Werk in Fukuoka nördlich von Kumamoto geplant sei, fügte jedoch hinzu, dass man die Situation bei den Zulieferern und in der Logistik genau beobachte.english.aawsat
Die Werksschließungen unterstreichen die Anfälligkeit von Japans konzentrierter Automobilindustrie gegenüber Naturkatastrophen. Die Präfektur Kumamoto auf der Südinsel Kyushu beherbergt Standorte mehrerer Automobilhersteller und Halbleiterunternehmen. Bereits die Erdbeben von Kumamoto im Jahr 2016 zwangen Toyota und andere Hersteller in der Region zu längeren Schließungen. Ob die Produktion wie geplant nach dem 31. Juli wieder aufgenommen wird, hängt vom Zustand der Zuliefernetzwerke und der weiteren seismischen Aktivität ab.english.aawsat