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reuterscnbcreuters+1Die venezolanische Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hat am Samstag laut Reuters unter Berufung auf lokale Medien eine Absichtserklärung mit dem französischen Öl- und Gaskonzern TotalEnergies unterzeichnet. Einzelheiten zu der Vereinbarung wurden zunächst nicht bekannt.reuters+1
Das Abkommen markiert einen bemerkenswerten Wandel für TotalEnergies, das sich 2022 im Zuge einer strategischen Neuausrichtung weg von schwerem und schwefelhaltigem Rohöl aus Venezuela zurückgezogen hatte. Noch im Februar erklärte CEO Patrick Pouyanné, eine Rückkehr nach Venezuela sei "zu kostspielig und zu schädlich" und das Land habe für das Unternehmen "keine Priorität". TotalEnergies war seit den 1990er Jahren in Venezuela tätig, bevor das Unternehmen seine dortigen Tochtergesellschaften auflöste.cnbc+1
Die Absichtserklärung ist das jüngste Beispiel einer Reihe von Energieabkommen zwischen multinationalen Konzernen und der Regierung Venezuelas nach der Ära Maduro. Anfang des Monats unterzeichneten Chevron , Eni und GE Vernova bei einer Zeremonie in Caracas, die vom US-Energieminister Chris Wright und Rodríguez geleitet wurde, entsprechende Verträge. Chevron verpflichtete sich zu Investitionen in Höhe von 7 Milliarden Dollar über fünf Jahre und plant, seine venezolanische Produktion auf etwa 600.000 Barrel pro Tag nahezu zu verdoppeln.reuters+2
Diese Abschlüsse folgten auf ein umfassenderes US-venezolanisches Ölabkommen, das das Weiße Haus Ende August bekannt gab. Es gewährt North American Blue Energy Partners, einem Privatunternehmen, an dem das Office of Strategic Capital des Pentagons einen Anteil von 35 Prozent hält, 100-jährige Konzessionen für 17 Ölfelder mit nachgewiesenen Reserven von rund 65 Milliarden Barrel. Die Vereinbarung gibt der US-Regierung das Recht, 20 Prozent der Produktion zum Selbstkostenpreis für die strategische Erdölreserve zu erwerben.whitehouse+1
Die wachsende Zahl ausländischer Energieunternehmen, die in Venezuela Fuß fassen, stößt auf Kritik hinsichtlich der Bedingungen und der Transparenz der Verträge. Analysten äußerten Bedenken hinsichtlich der Souveränität und der Laufzeit der Konzessionen. Während US-Quellen von 100-jährigen Laufzeiten sprechen, nannten venezolanische Beamte 25 Jahre. Auch das Tempo der finalisierten Abkommen sorgt für Skepsis, da einige Projekte trotz der Vielzahl an Absichtserklärungen mit Verzögerungen zu kämpfen haben.globalbankingandfinance+2