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yahoo+1nbcnews+1nbcnewsEine Woche nach den aufeinanderfolgenden Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5, die den Norden Venezuelas verwüsteten, ist die offizielle Zahl der Todesopfer auf 2.295 gestiegen. Die Hoffnung, weitere Überlebende zu finden, schwindet, während die Gefahr von Hunger und Krankheiten unter Millionen von Vertriebenen wächst.
Der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, gab die aktualisierte Zahl am Mittwoch bekannt; mehr als 11.000 Menschen wurden verletzt. Die Vereinten Nationen schätzen, dass etwa 50.000 Menschen vermisst werden, und die Internationale Organisation für Migration hat gewarnt, dass bis zu 6,76 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen sein könnten.yahoo+4
Nachdem die Ein-Wochen-Marke überschritten wurde, dauern die Rettungsaktionen an, doch die Chancen, Menschen lebend zu finden, nehmen ab. In einem seltenen Moment der Hoffnung wurde am Dienstag — sechs Tage nach den Beben — ein dreijähriger Junge namens Klieber Morán von einem jordanischen Rettungsteam im Bundesstaat La Guaira lebend aus den Trümmern gezogen. Interimspräsidentin Delcy Rodríguez bezeichnete die Rettung des Kindes als „Hoffnungsschimmer für unser Volk“. Insgesamt wurden mehr als 6.460 Menschen aus eingestürzten Gebäuden gerettet.orinocotribune+3
Doch das Ausmaß der Verwüstung stellt die Rettungserfolge in den Schatten. Viele Überlebende berichteten, wie sie mit bloßen Händen in den Trümmern gruben, inmitten dessen, was das International Rescue Committee als eine Reaktion bezeichnete, die „nicht dem Ausmaß des humanitären Bedarfs entspricht“.nbcnews
Der UN-Koordinator für Venezuela, Gianluca Rampolla del Tindaro, gab am Montag bekannt, dass die Organisation in Abstimmung mit den venezolanischen Behörden 10.000 Leichensäcke beschafft — ein düsterer Indikator für die erwarteten Opfer, die noch unter eingestürzten Strukturen begraben sind. Der United States Geological Survey hat gewarnt, dass die endgültige Zahl 10.000 übersteigen könnte.reuters+2
Das Welternährungsprogramm sucht 50 Millionen Dollar, um 500.000 Menschen über drei Monate mit Notnahrung zu versorgen, während die Weltgesundheitsorganisation gewarnt hat, dass mindestens drei Gesundheitseinrichtungen schwer beschädigt wurden. Die NASA schätzt, dass etwa 59.000 Gebäude beschädigt oder zerstört wurden.nbcnews
Die Erdbeben ereigneten sich am 24. Juni um 18:04 Uhr Ortszeit in der Nähe von San Felipe, etwa 200 Meilen westlich von Caracas, wobei die beiden Beben nur 39 Sekunden auseinanderlagen. Das UNDP schätzt den direkten physischen Schaden auf 6,7 Milliarden Dollar, was etwa sechs Prozent des BIP von Venezuela entspricht.news.un+3
Die Trump-Regierung hat mehr als 300 Millionen Dollar an humanitärer Hilfe zugesagt, während 24 Länder Rettungspersonal, Hilfsgüter und Suchhunde entsandt haben. Doch für die Zehntausenden, die noch vermisst werden, hat sich die Suche mit dem Verstreichen der Zeit von einer Rettungs- zu einer Bergungsaktion gewandelt.aljazeera+1