Binance hat russischen Behörden detaillierte Transaktionsdaten eines Kunden zur Verfügung gestellt, der anschließend wegen Terrorismusfinanzierung im Zusammenhang mit Krypto-Spenden an ukrainische Militärgruppen angeklagt wurde. Dies geht aus Ermittlungsdokumenten hervor, die von Reuters eingesehen wurden.
Binance hat Transaktionsdaten und persönliche Details des Kunden Yuri Belenkiy an russische Ermittler weitergegeben, die ihn wegen Terrorismusfinanzierung durch Krypto-Spenden über 700 US-Dollar an ukrainische Militärgruppen anklagten, wie Reuters berichtet.straitstimes
Belenkiy, ein russischer IT-Spezialist mit bulgarischer Aufenthaltsgenehmigung, wurde im September 2025 festgenommen und sitzt weiterhin im Gefängnis. Rechtsexperten betonen, dass die Weitergabe von Daten eines EU-Einwohners an Russland gegen die DSGVO verstoßen könnte.straitstimes+1
Binance erklärt, weltweit mit „rechtmäßigen Auskunftsersuchen“ zu kooperieren. Dokumente zeigen jedoch, dass die Börse einen eigenen E-Mail-Kanal für russische Strafverfolgungsbehörden betrieb, obwohl sie behauptete, sich vollständig aus Russland zurückgezogen zu haben.straitstimes