Der Wirtschaftsprüfungsriese KPMG steht im Zentrum zweier separater Kontroversen, die seine Prüfungspraktiken in Frage stellen: Eine betrifft verdächtige Wettmuster auf einem Krypto-Prognosemarkt, die andere eine formelle behördliche Untersuchung zu den Bilanzen eines zusammengebrochenen britischen Ölunternehmens.
Eine Gruppe von 19 verknüpften Polymarket-Konten erzielte eine Gewinnquote von 98 Prozent bei Wetten auf die Quartalszahlen von 18 durch KPMG geprüften Unternehmen und nahm dabei rund 22.000 Dollar ein, berichtet das Wall Street Journal.wsj+1
Der britische Financial Reporting Council leitete am Freitag drei Untersuchungen zu den KPMG-Prüfungen von State Oil Limited ein, der Muttergesellschaft des insolventen Energiekonzerns Prax Group, der mit über 1,5 Milliarden Pfund Schulden zusammenbrach.frc+1
US-Bundesbehörden bereiten laut einem Bericht des Journals vom August zudem Insiderhandelsvorwürfe gegen einen KPMG-Mitarbeiter vor, der auf die Gewinne eines Kunden gewettet haben soll.x+1