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news.yahoo+1euronewsnews.yahoo+1Eine unidentifizierte Drohne ist am frühen Samstag aus Rumänien in den bulgarischen Luftraum eingedrungen und etwa 1.000 Meter von einer Verdichterstation der Transbalkan-Gaspipeline entfernt explodiert. Es ist der erste Vorfall dieser Art auf bulgarischem Boden vor dem Hintergrund einer zunehmenden Welle von Drohneneinflügen an der NATO-Ostflanke.
Bulgariens Premierminister Rumen Radev bestätigte, dass es weder Verletzte noch Schäden an der Infrastruktur gab. Die Drohne sei auf einem Sonnenblumenfeld etwa 100 Meter von der rumänischen Grenze entfernt nahe dem ehemaligen Grenzübergang Kardam detoniert. Weder bulgarische noch rumänische Behörden hatten die Drohne beim Durchqueren ihres Luftraums bemerkt.news.yahoo+1
Nach einer Sondersitzung des Sicherheitsrates seines Kabinetts erklärte Radev, die Sprengkraft und der entstandene schwarze Rauch deuteten darauf hin, dass die Drohne eine erhebliche Menge Sprengstoff trug. "Das ist keine Spielzeugdrohne, es ist eine größere Drohne", sagte er Journalisten laut der Nachrichtenagentur BTA. Die starke Beschädigung des Wracks mache es jedoch unmöglich, den genauen Typ zu bestimmen.news.yahoo
Die rumänische Grenzpolizei hatte Geräusche der Drohne wahrgenommen, kurz darauf hörten bulgarische Grenzpatrouillen in der Region eine laute Explosion, wie Euronews berichtete. Radev kündigte an, dass Systeme zur Drohnenerkennung und -abwehr von der bulgarischen Grenze zur Türkei an die Grenze zu Rumänien verlegt werden.euronews+1
Die Nähe der Explosion zur Transbalkan-Gaspipeline hat die Besorgnis verschärft. Der Oppositionsabgeordnete Ivaylo Mirchev wies darauf hin, dass Kardam am Vertikalen Gaskorridor liegt, einer strategischen Route für den Transport von Flüssigerdgas aus Griechenland durch Südost- und Mitteleuropa, die Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, die Slowakei, Moldau und die Ukraine verbindet.euronews
Bulgariens Verteidigungsminister Dimitar Stoyanov sagte, der Vorfall werde Anfang nächster Woche bei einem Treffen des Nordatlantikrats zur Sprache gebracht. Eine Untersuchung zur Feststellung der Herkunft der Drohne wurde eingeleitet.news.yahoo
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Drohneneinflügen in der Region ein. Rumänische Streitkräfte schossen Ende Juli innerhalb von nur drei Tagen drei Drohnen ab, von denen mindestens eine als russische Shahed-Drohne identifiziert wurde. Im Mai traf eine russische Drohne ein Wohngebäude im rumänischen Galați und verletzte zwei Menschen. Im Juni explodierte eine ukrainische Marinedrohne im rumänischen Hafen von Constanta, nachdem sie offenbar durch russische elektronische Kriegsführung vom Kurs abgekommen war. Anfang dieser Woche wurde zudem eine mit Sprengstoff bestückte Drohne am Flughafen Leipzig entschärft.euronews+1
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete solche Vorfälle als "eine direkte Folge von Russlands Krieg gegen die Ukraine".euronews