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money.usnews+1theglobeandmailthenextwebSpotify kündigte am Dienstag ein neues Inhaltsformat an – vertonte Magazinartikel in Langform –, das Hörbuch-Abonnenten in seinen 22 unterstützten Märkten zur Verfügung steht. Dies markiert den jüngsten Versuch der Streaming-Plattform, ihr Angebot über Musik und Podcasts hinaus zu erweitern.
Der Start umfasst mehr als 650 englischsprachige Beiträge aus Publikationen wie Rolling Stone, The Atlantic, Vogue, Variety, Billboard, Vibe, GQ, WIRED, Vanity Fair und Pitchfork. Jeder Artikel dauert weniger als zwei Stunden und wird intern vom Hörbuch-Team von Spotify produziert. Premium-Abonnenten können sie im Rahmen ihres monatlichen Hörbuch-Guthabens anhören, während kostenlose Nutzer einzelne Artikel für 1,99 $ erwerben können.money.usnews+2
Spotify positioniert das Format als Brücke zwischen Podcasts und Hörbüchern in voller Länge und argumentiert, dass kürzere Hörinhalte die Hemmschwelle senken, die neue Hörer davon abhält, sich auf längere Titel einzulassen.thenextweb
Dieser Schritt bedeutet, dass Spotify wieder in den Journalismus-Bereich einsteigt – diesmal als Lizenznehmer bestehender Magazinbeiträge statt als Produzent originärer Berichterstattung. Das Unternehmen investierte zuvor massiv in narrative Podcast-Studios und erwarb Gimlet Media für rund 230 Millionen Dollar sowie The Ringer für 200 Millionen Dollar. Beide Unternehmen wurden in den Jahren 2024 und 2025 durch wiederholte Entlassungswellen verkleinert, als Spotify sich in Richtung günstigerer Gesprächs- und Video-Podcasts orientierte.thenextweb
Die Wirtschaftlichkeit vertonter Artikel unterscheidet sich von in Auftrag gegebenen narrativen Podcasts: Magazinbeiträge sind günstiger zu erwerben, die Kosten für die Vertonung sind niedriger als bei einer Studio-Produktion und das Angebot ist riesig. Das Modell ermöglicht es Spotify zudem, die redaktionelle Verantwortung zu vermeiden, die das Podcast-Geschäft verkompliziert hat, da die Publikationen die Redaktion übernehmen, während Spotify für die Vertonung und Verbreitung sorgt.thenextweb
Die Einführung der vertonten Artikel fällt in eine aktive Phase für die Hörbuch-Sparte von Spotify. Das Unternehmen bietet mittlerweile rund 700.000 Hörbuchtitel an, verglichen mit 150.000 beim Start des Produkts, wobei die Hörstunden im Jahresvergleich um 60 Prozent gestiegen sind. Eine Partnerschaft mit Bookshop.org für den Verkauf physischer Bücher startete im April, und die Page-Match-Funktion – die es Lesern ermöglicht, eine gedruckte Seite zu scannen und zum entsprechenden Zeitstempel im Hörbuch zu springen – funktioniert mittlerweile in mehr als 30 Sprachen.latimes+1
Spotify bezeichnet die vertonten Artikel als Test und nicht als dauerhafte Einführung, wobei Preise, Märkte und der Titelkatalog Änderungen unterliegen können.thenextweb