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japantimes+1reutersinstitute.politics.oxbbcSoziale Medien und Videoplattformen haben laut dem am Dienstag veröffentlichten Digital News Report 2026 des Reuters Institute for the Study of Journalism erstmals das Fernsehen als weltweit führende Nachrichtenquelle abgelöst. Dieser Meilenstein geht mit einer Warnung einher: Das Vertrauen in Nachrichten ist auf den niedrigsten Stand gesunken, seit das Institut mit der Erfassung begonnen hat.
Der Jahresbericht, der 48 Märkte weltweit abdeckt, ergab, dass 54 % der Befragten angaben, in der Woche vor der Umfrage Nachrichten über soziale Medien oder Videoplattformen abgerufen zu haben – ein Wert, der auf 56 % steigt, wenn KI-Chatbots wie ChatGPT einbezogen werden. Das Fernsehen lag bei 52 %, gefolgt von Zeitungs-Apps oder -Websites mit 51 % und Radio mit 21 %.japantimes+2
Das Jahr 2026 markiert „einen bedeutenden Meilenstein: Zum ersten Mal liegt der Konsum über soziale Medien und Videonetzwerke als weltweit am häufigsten genutzte Nachrichtenquelle vor anderen Nachrichtenquellen“, schrieb Hauptautor Jim Egan.reutersinstitute.politics.ox+1
Weltweit gaben drei von zehn Befragten an, dass soziale Medien oder Videoplattformen ihre Hauptnachrichtenquelle seien. Unter den 18- bis 24-Jährigen stieg dieser Anteil auf die Hälfte.japantimes
Auch wenn das Publikum zu Plattformen abwandert, bleibt das Vertrauen in die dort gefundenen Informationen gering. Das Vertrauen in Nachrichten ist in diesem Jahr in 29 der 48 Märkte des Instituts gesunken und hat den niedrigsten Stand seit Beginn der Erfassung im Jahr 2015 erreicht. Das Paradoxon ist deutlich: Das Publikum tendiert zu Quellen, denen es weniger vertraut als den traditionellen Medien, die es hinter sich lässt.reutersinstitute.politics.ox
TikTok hat sich zum am schnellsten wachsenden sozialen und Videonetzwerk für Nachrichten entwickelt und wird nun von 17 % der Menschen weltweit genutzt – ein Anstieg um vier Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Auch die Nutzung von KI-Chatbots für Nachrichten nimmt zu, insbesondere bei den unter 25-Jährigen, wo die Akzeptanz doppelt so hoch ist wie in der Gesamtbevölkerung. Viele Befragte äußerten jedoch die Sorge, dass KI die Transparenz, Genauigkeit und Vertrauenswürdigkeit von Nachrichten beeinträchtigen wird.bbc
Die Ergebnisse unterstreichen eine umfassendere Umstrukturierung des Nachrichtenökosystems, wobei traditionelle Medien-Geschäftsmodelle unter wachsendem Druck stehen, da sich das Publikum auf Plattformen verteilt, die algorithmische Personalisierung gegenüber redaktioneller Kuratierung priorisieren.japantimes