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9to5mac+1tech-insider+1techcrunchApple hat Siri AI auf seiner Worldwide Developers Conference am 8. Juni 2026 vorgestellt und damit seinen bisherigen Sprachassistenten nach mehr als einem Jahrzehnt durch ein grundlegend neu entwickeltes System ersetzt. Dieses leitet im Rahmen einer bestätigten mehrjährigen Partnerschaft seine anspruchsvollsten Aufgaben an die Gemini-Modelle von Googles Mutterkonzern Alphabet Inc. weiter. Während der Assistent im Herbst der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden soll, werfen neue Details zu seiner Funktionsweise in China neue Fragen zum Datenschutz auf.
Siri AI basiert auf fünf Apple Foundation Models, die die Verarbeitung sowohl auf dem Gerät als auch in der Cloud abdecken. Alltägliche Anfragen werden von Modellen auf dem Gerät verarbeitet, datenschutzrelevante Aufgaben laufen über die Private Cloud Compute-Server von Apple, und die komplexesten Logikaufgaben werden an eine Gemini-gestützte Cloud-Ebene gesendet, die Apple als AFM Cloud Pro bezeichnet.tech-insider+2
Apple betonte, dass die Gemini-Technologie nicht direkt als Produkt in Siri AI integriert ist. Laut TechCentral.ie hat Apple die finalen KI-Modelle selbst entwickelt und optimiert, wobei während des Entwicklungsprozesses Gemini-Technologie und -Trainingsmethoden genutzt wurden, anstatt das Modell von Google unverändert auszuführen. Craig Federighi, Senior Vice President für Softwareentwicklung bei Apple, stellte klar, dass Siri AI bei Fakten nicht auf die Google-Suche zurückgreift, sondern den eigenen Wissensdienst von Apple nutzt.pcmag+1
TechCrunch berichtete, dass Google Gemini „unter der Haube“ der neuen Siri-Updates steckt, was den Assistenten „leistungsfähiger, dialogorientierter und kompatibler mit visueller Intelligenz“ mache. Der Assistent startete am 8. Juni als Entwickler-Beta auf Englisch für US-Nutzer; eine breitere Verfügbarkeit wird für diesen Herbst zusammen mit iOS 27 erwartet.qz+2
Apple hat vor Kurzem einen Leitfaden veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass die Siri AI-Funktionen in China von Alibabas Qwen-Modellen anstelle von Gemini angetrieben werden, da chinesische Vorschriften den Einsatz einheimischer KI-Anbieter vorschreiben. Chinas Cyberspace-Administration hat Apple Intelligence im Land im Juli 2026 genehmigt, woraufhin Alibaba bestätigte, dass sein Qwen-Modell in iOS, iPadOS, macOS und visionOS integriert werde.9to5mac+3
Die Vereinbarung in China wirft Datenschutzbedenken auf. Wie 9to5Mac berichtete, benötigen Mac-Nutzer in China ein eigenes Qwen-Konto und müssen darin angemeldet sein, um auf die Funktionen zugreifen zu können: eine Anforderung, die in der andernorts erhältlichen Gemini-basierten Version fehlt, bei der weder Apple noch Google Zugriff auf die Nutzerinteraktionen haben. Apple arbeitet zudem mit Baidu an zusätzlichen KI-Funktionen für chinesische Nutzer zusammen.techcrunch+1
Die Partnerschaft verschafft Google einen Vertriebskanal auf Hunderte Millionen Apple-Geräte weltweit, obwohl seine eigenständige Gemini-App nur einen kleinen Anteil am Markt für KI-Chatbots hält. Für Apple löst der Deal das, was Reuters als „zwei Jahre voller Rückschläge“ bei den KI-Ambitionen bezeichnete, und ermöglicht es dem Unternehmen, einen wettbewerbsfähigen Assistenten auszuliefern, anstatt weitere Verzögerungen zu riskieren. Die Regelung erinnert an das langjährige Suchmaschinen-Abkommen zwischen Apple und Google, das zu einem zentralen Beweismittel im Kartellverfahren des US-Justizministeriums gegen Google wurde: ein Präzedenzfall, den Wettbewerbsbehörden mit fortschreitender KI-Integration erneut aufgreifen könnten.tech-insider