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apa+1kyivindependentkyivindependent+1Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner werden laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS voraussichtlich am 5. und 6. September Moskau und anschließend Kiew besuchen. Es wäre die erste Reise der beiden Vermittler in die ukrainische Hauptstadt, seit sie Washingtons Vermittlerrolle im Russland-Ukraine-Konflikt übernommen haben. Doch der Besuch steht bereits infrage: Eine mit der Angelegenheit vertraute Person erklärte gegenüber dem Kyiv Independent, Witkoff habe wegen Sicherheitsbedenken „Angst bekommen“.apa+2
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gab am 3. September bekannt, dass er eine Bestätigung der Gesandten erhalten habe und „vorläufige Termine“ für ihren Besuch feststünden. „Wir erwarten die Gesandten des amerikanischen Präsidenten hier in Kiew. Wir haben eine Bestätigung von ihnen“, sagte Selenskyj in seiner allabendlichen Ansprache. Er fügte hinzu, dass die Gesandten Treffen sowohl in Moskau als auch in Kiew abhalten würden.kyivindependent+2
Der Kyiv Independent berichtete jedoch am 4. September, dass die Reise ins Wanken geraten sei. „Die Russen wollen nicht, dass sie nach Kiew kommen, und Witkoff reagiert stets empfindlich auf die russische Stimmung“, sagte eine mit der Situation vertraute Person. „Ihnen wird dort gesagt, dass es gefährlich sei.“ Der Besuch war bereits im August verschoben worden, Berichten zufolge, weil Trump seine Gesandten während des ungelösten Konflikts mit dem Iran in seiner Nähe behalten wollte.kyivindependent+1
Die geplanten Besuche fallen in eine Phase ungewöhnlich hoffnungsvoller Signale. Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte am 3. September auf einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok, es gebe immer noch „eine Chance“ auf ein Friedensabkommen, warnt jedoch gleichzeitig vor ukrainischen „Aktionen des Staatsterrorismus“ im Zusammenhang mit jüngsten Luftfahrtwarnungen und Angriffen auf die Handelsschifffahrt. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sagte, er erwarte „eine neue Dynamik“ bei den Friedensbemühungen.rte+1
Die Friedensverhandlungen unter US-Vermittlung gerieten nach drei Gesprächsrunden zwischen Januar und Februar in Abu Dhabi und Genf ins Stocken. Beide Seiten machten dafür die Verlagerung des Fokus Washingtons auf den Iran verantwortlich. Weder Witkoff noch Kushner haben Kiew während des gesamten diplomatischen Prozesses besucht, was Kritik von ukrainischen Beamten hervorrief. Diese argumentieren, die Gesandten müssten die Folgen des Krieges mit eigenen Augen sehen.turkiyetoday+1
Kiew war bis zum 3. September acht Tage in Folge russischen Drohnenangriffen ausgesetzt, was die Dringlichkeit der diplomatischen Bemühungen unterstreicht. Sollte der Besuch stattfinden, stünde die Wiederaufnahme trilateraler Gespräche im Mittelpunkt. Dabei könnte auch Trumps Friedensplan zur Sprache kommen, der mehrfach überarbeitet wurde und weiterhin ein Streitpunkt zwischen Moskau und Kiew ist. Ein ukrainischer Beamter sagte dem Kyiv Independent, dass der Besuch trotz der Zusage der Gesandten „möglicherweise nicht stattfinden wird“.kyivpost+1