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reutersrigzone+1arabtimesonlineSaudi-Arabien hat den Betrieb seiner Ost-West-Pipeline wieder aufgenommen und könnte laut Reuters, unter Berufung auf drei informierte Quellen, noch am Dienstag die Rohölexporte vom Rotmeer-Hafen Yanbu fortsetzen. Diese Entwicklung erfolgt 12 Tage nach Drohnenangriffen aus dem Irak, die zur Stilllegung der kritischen 1.200 Kilometer langen Leitung führten, über die täglich etwa 4 bis 5 Millionen Barrel Öl an die Westküste des Königreichs transportiert wurden.rigzone+2
Bereits am Dienstag berichtete Bloomberg, dass Saudi Aramco mindestens drei asiatischen Raffinerien informell mitgeteilt habe, dass sie bald wieder Öl in Yanbu abholen könnten, wenngleich keine konkreten Zeitpläne genannt wurden. Einige dieser Raffinerien haben bereits Schiffe in der Nähe des Hafens liegen, nachdem sie ihre geplanten Ladetermine während der Stilllegung verpasst hatten. Saudi Aramco lehnte eine Stellungnahme zu den Berichten ab.reuters+1
Europäische Abnehmer waren am stärksten von der Unterbrechung betroffen. Aramco teilte in der vergangenen Woche mindestens zwei europäischen Raffinerien mit, dass sie im Rahmen langfristiger Verträge im Oktober kein Öl erhalten würden; eine Entscheidung, die für alle Abnehmer auf dem Kontinent galt.rigzone
Während die Pipeline außer Betrieb war, steigerte Aramco die Verschiffungen über seine östlichen Terminals. Am Sonntag lud das Unternehmen laut Daten von TankerTrackers.com, über die Reuters berichtete, etwa 14 Millionen Barrel Rohöl auf sieben Supertanker in seinem Hafen Ras Tanura im Persischen Golf. Analysten von JP Morgan stellten fest, dass das saudische Öl, das durch die Straße von Hormus transportiert wurde, in den vorangegangenen sechs Tagen durchschnittlich 2,9 Millionen Barrel pro Tag betrug, verglichen mit nur 700.000 Barrel pro Tag im August. Das erhöhte Angebot trug dazu bei, den Brent-Referenzpreis am Montag erstmals seit dem 9. September wieder unter 100 Dollar pro Barrel zu drücken.inkl+1
Auf diplomatischer Ebene erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron am Montag laut AFP, dass Frankreich bereit sei, die saudische Energieinfrastruktur rund um Yanbu und die Ost-West-Pipeline im Rahmen eines rein defensiven Ansatzes zu sichern. Macron sagte zudem, er und US-Präsident Donald Trump hätten vereinbart, gemeinsam den Schutz der Schifffahrtsfreiheit in der Straße von Hormus zu gewährleisten und den Druck auf die globalen Energiemärkte zu verringern.bssnews+1