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marketscreenerenglish.pravdaenglish.pravda+1Der russische Föderale Antimonopoldienst (FAS) hat ein formelles Kartellverfahren gegen Apple eingeleitet, nachdem der US Technologiekonzern die Anforderungen zur Vorinstallation heimischer Software auf in Russland verkauften iPhones und iPads nicht vollständig erfüllt hat, so Reuters und die staatliche Nachrichtenagentur RIA.reuters+1
Die FAS erklärte, Apple habe die in einer behördlichen Warnung Anfang Juli geforderten Änderungen nur teilweise umgesetzt. Diese forderten das Unternehmen auf, diskriminierende Praktiken gegenüber russischen Suchmaschinen und Software auf iOS Geräten zu beseitigen. Insbesondere kam Apple der Anforderung nicht nach, die Vorinstallation der nationalen Messaging Plattform MAX sowie des App Marktplatzes RuStore zu ermöglichen.aa+1
Ursprünglich hatte Apple bis zum 15. Juli Zeit, um die Vorgaben zu erfüllen. Die FAS merkte jedoch an, dass Apple mitteilte, eine am 27. Juli veröffentlichte Softwareversion erlaube Nutzern die Vorinstallation einer russischen Suchmaschine, was einer teilweisen Einhaltung entspreche.english.pravda
Sollte die Untersuchung ergeben, dass Apple gegen das russische Gesetz zum Schutz des Wettbewerbs verstoßen hat, droht dem Unternehmen gemäß dem Gesetz über Ordnungswidrigkeiten eine Geldstrafe von bis zu 4 Milliarden Rubel. Die FAS betonte, dass die Entscheidung zur Verfahrenseröffnung auf früheren Durchsetzungsmaßnahmen gegen Apple beruhe, die von russischen Gerichten bestätigt wurden.globalbankingandfinance+1
Nach russischem Recht müssen technisch komplexe elektronische Geräte, die im Land verkauft werden, eine russische Suchmaschine oder eine aus einem anderen Mitgliedsstaat der Eurasischen Wirtschaftsunion als Standardoption unterstützen.english.pravda
Der Fall fällt in eine Zeit zunehmender internationaler Kritik an Apples Plattformpraktiken. Die FAS teilte mit, dass Wettbewerbsbehörden in mehreren Ländern, darunter Mitglieder der BRICS Gruppe, Beschwerden von Verbrauchern und App Entwicklern prüfen, die dem Unternehmen diskriminierende Praktiken vorwerfen. Russland schreibt seit September 2025 die Vorinstallation des MAX Messengers und des RuStore auf allen im Land verkauften Mobilgeräten vor.aa+2
Apple hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Fall geäußert.