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abcnews.reuters.reuters.Durch russische Drohnenangriffe mussten am Freitag drei der sechs Kiewer Straßenbrücken über den Dnipro ganz oder teilweise gesperrt werden, wie der Bürgermeister mitteilte. Dies löste in der gesamten ukrainischen Hauptstadt schwere Staus aus. Die Südbrücke wurde mehrfach getroffen, zudem kam bei einem separaten nächtlichen Angriff auf ein 25-stöckiges Wohngebäude ein Mensch ums Leben.abcnews+2
Die gezielten Angriffe auf die Brücken wirkten wie eine neue Taktik Moskaus, um das Leben in Kiew lahmzulegen, so die Nachrichtenagentur Associated Press. Frühere Angriffe hatten Wohnblöcke, Lagerhallen von Supermärkten, Tankstellen und Rechenzentren getroffen.abcnews
Die Kiewer Stadtverwaltung teilte mit, dass die Südbrücke und die Paton-Brücke nach dem nächtlichen Angriff in beiden Richtungen gesperrt wurden. Die Metro-Brücke wurde für den Verkehr in Richtung des rechten Ufers gesperrt. Auf den Hauptverkehrsstraßen bildeten sich lange Schlangen von Autos und Bussen, einige Pendler wichen stattdessen auf Fußwege aus.reuters+2
"Ich bin seit drei Stunden unterwegs… um zur Arbeit zu kommen", sagte die 49-jährige Schneiderin Tetiana Osypenko gegenüber AFP. Augenzeugen von Reuters berichteten, dass der Verkehr auf den Brücken gegen Mittag wieder floss. Die BBC berichtete, dass die Südbrücke am Freitagabend erneut getroffen wurde, der vierte Treffer innerhalb von zwei Tagen. Daraufhin wurde jeglicher Metro- und Autoverkehr über die Brücke eingestellt.channelnewsasia+2
Erstmals trafen Drohnen die Südbrücke am Donnerstag. Dabei wurden der Straßenbelag, ein Pfeiler, eine Schutzplanke und eine Betonabschirmung der Metrolinie beschädigt. Der Wirtschaftsanalyst Andrij Schewtschischin schätzte, dass täglich etwa 500.000 Menschen vom Ostufer ans Westufer pendeln, wo sich die meisten Arbeitsplätze befinden.kyivindependent+1
Nach einer Krisensitzung des Verteidigungsrats der Stadt schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram: "Es ist nicht mehr möglich so zu tun, als könnten wir wie in Friedenszeiten leben. Der Feind reißt Kiew auseinander".bbc+1
Der ukrainische Staatliche Dienst für Notfallsituationen teilte mit, dass die Drohne, die das Hochhaus im Bezirk Darnyzja traf, in den obersten Stockwerken einen Brand auslöste. Zwei Verletzte wurden gerettet, zudem wurde bei den Löscharbeiten eine Leiche geborgen. Die ukrainische Luftwaffe erklärte, Russland habe über Nacht 108 Angriffsdrohnen abgefeuert, von denen 88 abgeschossen oder abgefangen worden seien. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, fast die Hälfte davon sei mit Strahlantrieb ausgestattet gewesen.united24media+3
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, es habe eine kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke in Kiew getroffen, die "den Truppentransport und die logistische Lieferung von Militärgütern" an die ukrainischen Streitkräfte im Donbas erleichtere. Zudem habe man ein Umspannwerk in der Region Kiew, den Hafen von Ismajil und ein Frachtschiff getroffen.aa+1
Ein hochrangiger ukrainischer Beamter sagte gegenüber Reuters, die Angriffe auf Brücken, Rechenzentren und Energieanlagen folgten offenbar einer Anordnung, die Wladimir Putin im vergangenen Monat erlassen hatte, um die Beschränkungen für die russische Luftkampagne aufzuheben. Die Financial Times berichtete zuerst über diese Anordnung. Putin erklärte, Russland reagiere damit auf ukrainische Angriffe auf seine Ölraffinerien, die Russland etwa 1% seines Bruttoinlandsprodukts gekostet hätten.reuters+1
Selenskyj forderte strengere Sanktionen gegen ausländische Bauteile, die in russischen Drohnen verwendet werden. "Jede russische Drohne kann eigentlich direkt am Fließband gestoppt werden", schrieb er auf X. "Was gebraucht wird, ist der politische Wille dieser Länder".news.yahoo+1