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kyivindependentthemoscowtimesenglish.nvUS-Außenminister Marco Rubio bestätigte am Mittwoch, dass die Vereinigten Staaten den russischen Präsidenten Wladimir Putin offiziell zum G20-Gipfel im Dezember in Miami eingeladen haben. Dieser Schritt könnte den Weg für ein direktes Treffen zwischen Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf amerikanischem Boden ebnen.
Die Ankündigung erfolgte nach einem Treffen zwischen Rubio und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow am Rande der 81. UN-Generalversammlung in New York. Die Gespräche hinter verschlossenen Türen, die ohne einleitende Statements für die Medien begannen, sollten sich voraussichtlich auf die bilateralen Beziehungen und Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges konzentrieren.aa+1
"Wir halten dies für eine Gelegenheit für ihn, nicht nur mit dem Präsidenten, sondern auch mit anderen Staats- und Regierungschefs in Kontakt zu treten. Wir hoffen, dass er die Einladung annimmt", sagte Rubio nach dem Treffen vor Journalisten. "Wir bleiben offen für den Dialog."kyivindependent
Die formelle Einladung folgt auf monatelange öffentliche Debatten. Die Washington Post berichtete im April, dass die Trump-Regierung Putin einladen wolle, die Einladung jedoch noch nicht versandt habe. Noch am 2. September sagte Trump, er habe sich nicht entschieden, ob er eine Einladung aussprechen werde. Der G20-Gipfel ist für den 14. bis 15. Dezember im Trump National Doral Miami angesetzt.wikipedia+2
Sollte Putin annehmen, wäre dies sein zweiter Besuch in den USA während Trumps zweiter Amtszeit. Putin reiste im August 2025 für Gespräche über den Ukraine-Krieg nach Alaska, die jedoch keinen Durchbruch brachten. Putin hat seit 2019 an keinem G20-Gipfel mehr teilgenommen.english.nv+1
Die Einladung gewinnt durch Selenskyjs öffentliche Bereitschaft, Putin auf dem Gipfel zu treffen, an Bedeutung. In einem am 12. September veröffentlichten Interview mit DW sagte Selenskyj: "Wir müssen kommen. Wir müssen uns treffen, reden und eine Entscheidung treffen."english.nv
Der Kreml hat sich bisher nicht festgelegt. Sprecher Dmitri Peskow sagte Anfang des Monats, Moskau habe noch nicht entschieden, ob Putin nach Miami reisen werde, und der außenpolitische Berater Juri Uschakow erklärte, die Möglichkeit sei im Kreml "nicht einmal diskutiert" worden.themoscowtimes
Das Treffen zwischen Rubio und Lawrow am Mittwoch war das erste seit dem 22. Juli, als sie am Rande von ASEAN-Treffen in Manila sprachen. Die diplomatischen Kontakte zwischen Washington und Moskau haben sich seit Trumps Amtsantritt intensiviert, auch wenn die Bemühungen, ein Ende des Ukraine-Krieges zu vermitteln, bisher keine Ergebnisse geliefert haben.aa
Ob Putin die Einladung letztlich annimmt, bleibt ungewiss, doch die formelle Einladung eröffnet die Aussicht auf das bedeutendste Treffen kriegsführender Parteien auf US-Boden seit Jahren.