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fortune+1cnbc+1reuters+1Die Rohölpreise setzten am Freitag ihren Abwärtstrend fort, wobei West Texas Intermediate unter 72 Dollar pro Barrel fiel und Brent-Rohöl auf etwa 76,80 Dollar sank, während die Märkte eine komplexe Mischung aus zurückkehrendem iranischen Angebot, steigender OPEC+-Produktion und rekordhoher US-Produktion vor dem Hintergrund eines fragilen Waffenstillstands im Nahen Osten abwägten.fortune+1
WTI-Rohöl fiel am Donnerstag auf 71,41 Dollar, ein Rückgang von fast 19 % im letzten Monat, laut Trading Economics. Der Ausverkauf spiegelt einen Markt wider, der mit einem reichlichen Angebot zu kämpfen hat, auch wenn die geopolitischen Risiken in der Straße von Hormus bestehen bleiben.tradingeconomics
Der Abwärtsdruck kommt aus mehreren Richtungen. Die OPEC+ genehmigte während eines virtuellen Treffens am 5. Juli eine Produktionserhöhung um 188.000 Barrel pro Tag für August, die fünfte monatliche Quotenanhebung der Gruppe in Folge. Seit April hat das Bündnis die Produktionsquoten um fast 800.000 Barrel pro Tag erhöht.egyptoil-gas+1
Unterdessen erreichte die US-Rohölproduktion im April ein Allzeithoch von 13,93 Millionen Barrel pro Tag, so Reuters unter Berufung auf Daten der Energy Information Administration. Die EIA erwartet, dass die Produktion im Jahr 2026 durchschnittlich 13,7 Millionen Barrel pro Tag betragen wird. "Es gibt diesen Schwall an Rohölangebot, das dem Markt zur Verfügung gestellt wird, und es gibt einfach weniger Nachfrage nach diesem Rohöl", sagte Bob Burkhard von S&P Global .oilprice+2
Die Trump-Regierung widerrief am 7. Juli eine allgemeine Lizenz, die iranische Ölverkäufe erlaubt hatte, und verhängte umfassende Sanktionen, nachdem der Iran drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus angegriffen hatte. Das Finanzministerium gab Käufern bis zum 17. Juli Zeit, bestehende Transaktionen abzuwickeln.cnn+2
Die Aufhebung der Sanktionserleichterungen erfolgte nur Wochen, nachdem Washington dem Iran am 22. Juni im Rahmen einer diplomatischen Übergangsvereinbarung eine 60-tägige Ausnahmegenehmigung für Ölexporte gewährt hatte. Das U.S. Central Command startete zudem als Vergeltung für die Tankerangriffe Angriffe auf iranische Militärstellungen.nytimes+1
Trotz der Wiedereinführung der Sanktionen sind die Preise weiter gefallen, da Händler die Wahrscheinlichkeit einer anhaltenden Versorgungsunterbrechung offenbar gering einschätzen. Iranische Barrel, die während der kurzen Zeit der Sanktionsaussetzung auf den Markt gelangten, werden immer noch absorbiert, während die OPEC+-Mitglieder wenig Neigung zeigen, die Produktion zu drosseln.
Die Straße von Hormus bleibt die kritische Variable. Reuters berichtete am Freitag, dass die erneuten Kämpfe zwischen den USA und dem Iran weiterhin die Benzinpreise an den Zapfsäulen beeinflussen, was darauf hindeutet, dass der Waffenstillstand weiterhin unter Druck steht. Analysten hatten zuvor 69,90 Dollar als wichtige Unterstützungsebene identifiziert, nachdem WTI Anfang Juli kurzzeitig unter 69 Dollar gefallen war, als Saudi Aramco seine Preise für asiatische Käufer senkte.unn+1