Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

reuters+1grizzlyreports+1reutersDie Aktien der Raiffeisen Bank International fielen am Donnerstag in Wien um bis zu 9 Prozent, nachdem der US-Leerverkäufer Grizzly Research eine Short-Position offengelegt und behauptet hatte, das österreichische Geldhaus diene als zentrale Drehscheibe zur Umgehung westlicher Sanktionen gegen Russland. Zollunterlagen sollen die russische Tochtergesellschaft mit Handelsgeschäften im Wert von 1,19 Milliarden Dollar in Verbindung bringen, bei denen es sich um sanktionierte Güter handelte.reuters+1
Der auf der Website von Grizzly veröffentlichte Bericht behauptet, dass der Handel Waren im Wert von 106,75 Millionen Dollar umfasste, die in der russischen Rüstungsindustrie verwendet werden, darunter Zielfernrohre, Komponenten für Kampfpanzer und Werkzeugmaschinen, wie sie für den Bau von Atomsprengköpfen und ballistischen Raketen benötigt werden. Zudem wurden Geschäfte im Wert von 49 Millionen Dollar dokumentiert, die laut Grizzly mindestens 33 Einheiten betrafen, die bereits von den USA, der EU, Großbritannien oder der Ukraine sanktioniert wurden.finance.liga+1
Raiffeisen wies die Anschuldigungen zurück. Wir stehen zur Stärke unserer Compliance-Systeme, die sowohl vor als auch seit Beginn der großflächigen Invasion mehrfach überprüft wurden, teilte die Bank am Donnerstag mit und fügte hinzu, dass eine erste Prüfung eine Reihe von faktisch falschen und irreführenden Aussagen im Bericht ergeben habe.cnbc+1
Die Bank, die von Wien bis Moskau über 18 Millionen Kunden betreut, erklärt seit Jahren, dass sie einen Rückzug aus Russland anstrebt, den Verkauf jedoch bisher nicht abschließen konnte. Russische Behörden haben sich gegen einen Verkauf ausgesprochen, da sie die wirtschaftlichen Beziehungen zu Europa aufrechterhalten wollen. Als die Trump-Regierung 2025 eine Annäherung an Moskau verfolgte, pausierte Raiffeisen laut Financial Times sogar die Verkaufsbemühungen für die russische Einheit.reuters+1
Grizzly stellte zudem die Offenlegungen der RBI bezüglich der in Russland feststeckenden Gelder in Frage. Während die Bank etwa 700 Millionen Euro an rechtlich beschränkten Mitteln hervorhebt, behauptet Grizzly, dass tatsächlich über 12,6 Milliarden Euro im Land feststecken, was den Aktionären ein ungenaues Bild der Risiken vermittelt.investing+1
In einer verdeckten Untersuchung gab Grizzly an, dass ein Manager der Raiffeisenbank einer vorgeschlagenen Vereinbarung zugestimmt habe, um unter Umgehung von US-Exportkontrollen mit dem Iran zu handeln. Zudem hätten mehrere Mitarbeiter angedeutet, dass ein Fonds, der Gelder für Militärdrohnen sammelt, ein Konto eröffnen könnte. Grizzly bezeichnete dies als Beweis für eine Lücke zwischen den öffentlichen Sanktionszusagen der RBI und der Beratung, die das Personal potenziellen Kunden gab.grizzlyreports+1
Der Bericht erscheint vor dem Hintergrund des anhaltenden Drucks auf Raiffeisen wegen seiner Russland-Geschäfte. Im Jahr 2024 warnten US-Behörden die Bank, dass sie aufgrund ihrer Russland-Aktivitäten den Zugang zum US-Dollar-System verlieren könnte, setzten dies jedoch nie um. Grizzly wies zudem auf den Verkauf der belarussischen Tochter Priorbank durch die RBI an eine Briefkastenfirma in Abu Dhabi hin, der etwa 60 Prozent unter dem Buchwert lag, und bezeichnete das Geschäft als eines, das Anzeichen von Sanktionsumgehung und Korruption aufweise.reuters+1
Grizzly hatte bereits im Juni den italienischen Reifenhersteller Pirelli mit Vorwürfen über verdeckte Verbindungen zu Russland ins Visier genommen, was den Aktienkurs des Unternehmens um mehr als 13 Prozent einbrechen ließ.finance.liga