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reuterswhtcglobalbankingandfinance+1Die am Montag veröffentlichten Einkaufsmanagerdaten für das verarbeitende Gewerbe zeigten im Juli ein gespaltenes globales Industriebild. Einem Wachstum in einigen großen Volkswirtschaften stand eine erneute Schwäche in anderen gegenüber. Chinas Industriesektor verlangsamte sich auf ein Viermonatstief, Frankreich rutschte wieder in die Kontraktion und das Wachstum in Großbritannien schwächte sich ab, während Deutschland und Australien relative Stärke zeigten.
Chinas RatingDog-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, erstellt von S&P Global , fiel im Juli von 51,7 im Juni auf 50,9 Punkte. Damit verfehlte er die Analystenprognose von 51,5 Punkten und verzeichnete die schwächste Expansion seit vier Monaten. Das Wachstum der Neuaufträge verlangsamte sich auf das schwächste Tempo seit Januar, obwohl die Exportaufträge nach zwei Monaten des Rückgangs wieder ins Plus drehten. Eine am Freitag veröffentlichte offizielle Umfrage hatte bereits gezeigt, dass die Industrieaktivität unerwartet in die Kontraktion gerutscht war, was die Sorgen über eine schwache Binnennachfrage verstärkte.reuters
In Frankreich schrumpfte der verarbeitende Sektor sogar komplett: Der Einkaufsmanagerindex fiel von 51,2 im Juni auf 49,8 Punkte. Die Neueingänge sanken den dritten Monat in Folge, während die Auslandsnachfrage den stärksten Rückgang seit einem Jahr verzeichnete. "Frankreichs verarbeitendes Gewerbe hat erneut zu kämpfen, da Inflationsdruck und schwaches Vertrauen die Auftragsbücher belasten", sagte Joe Hayes, Senior Principal Economist bei S&P Global Market Intelligence.whtc
Großbritanniens endgültiger Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe schwächte sich von 52,5 im Juni auf 51,9 Punkte ab. Dies war ein Viermonatstief und eine Abwärtskorrektur gegenüber der vorläufigen Schätzung von 52,8 Punkten. Der Rückgang spiegelte weitgehend einen starken Abbau der Einkaufslager, eine verlangsamte Neueinstellung von Personal und kürzere Lieferzeiten der Lieferanten wider und weniger eine nachlassende Nachfrage. Das Produktionswachstum beschleunigte sich tatsächlich auf das schnellste Tempo seit fast zwei Jahren. Der Zusammenbruch der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran Mitte Juli und die Erklärung einer Seeblockade durch die Huthis trieben die Ölpreise gegen Ende des Umfragezeitraums nach oben.actionforex+1
Deutschlands vorläufiger Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg im Juli von 50,3 im Juni auf 52,2 Punkte und lag damit deutlich über der Markterwartung von 50,5 Punkten. Der Wert markierte nach Monaten geringfügiger Expansion die Rückkehr zu einem solideren Wachstum für Europas größte Volkswirtschaft. Australiens vorläufiger Einkaufsmanagerindex stieg leicht von 51,5 auf 51,7 Punkte, den höchsten Stand seit Januar.tradingeconomics+2
Die gemischten Daten unterstreichen eine ungleiche Erholung, die von geopolitischen Risiken, Energiepreisen und einer schwankenden Nachfrage geprägt ist. Chinas Führung versprach auf einer Tagung Ende Juli, die sich verlangsamende Wirtschaft zu unterstützen, indem die Staatsausgaben für bereits budgetierte Infrastrukturprojekte beschleunigt werden, anstatt große neue Konjunkturpakete aufzulegen. Die Märkte richten ihren Blick nun auf die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten und Zentralbanksitzungen, um weitere Hinweise auf die globale Wachstumskurve zu erhalten.reuters