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reuterscnbckpler+1Chinas große staatliche Raffinerien erwägen, erstmals seit 2019 wieder iranisches Rohöl zu kaufen, nachdem diese Woche eine umfassende US-Sanktionsausnahme erlassen wurde, so Reuters.reuters
Sinopec China Petroleum & Chemical Corporation und PetroChina prüfen die für iranische Öltransaktionen erforderliche Bank-, Versicherungs- und Versandlogistik, sagten drei Quellen aus chinesischen staatlichen Ölkonzernen gegenüber Reuters. Die Beamten, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen, sagten, der Schritt folge auf eine 60-tägige US-Ausnahmeregelung, die es globalen Käufern erlaubt, iranisches Öl und Petrochemikalien in US-Dollar zu erwerben.cnbc+1
Das US-Finanzministerium erließ am Montag das, was CNBC als die umfassendste Lockerung der Ölsanktionen gegen den Iran seit der Islamischen Revolution von 1979 bezeichnete. Die als General License X bekannte Ausnahmeregelung genehmigt die Produktion, Lieferung und den Verkauf von iranischem Rohöl, Erdölprodukten und Petrochemikalien bis zum 21. August und erlaubt es zuvor sanktionierten Schiffen und Unternehmen, Transaktionen durchzuführen.kpler+1
Die Ausnahmeregelung ging aus einer Absichtserklärung hervor, die am 18. Juni zwischen den USA und dem Iran im Rahmen umfassenderer Verhandlungen über Teherans Atomprogramm und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus unterzeichnet wurde. Zuvor verkaufte der Iran sein Öl – überwiegend an China – mit Abschlägen von etwa 8 bis 10 US-Dollar pro Barrel unter dem Marktpreis, um Sanktionen zu umgehen.facebook+2
Trotz der diplomatischen Öffnung erwarten Branchenbeobachter nur begrenzten Enthusiasmus seitens der staatlichen Raffinerien. Ein zweiter staatlicher Ölbeamter sagte gegenüber Reuters, er sei skeptisch gegenüber größeren Käufen und verwies auf die schwache inländische Kraftstoffnachfrage in China. Analysten von Kpler merkten an, dass China zwar das Hauptziel für iranisches Rohöl bleiben dürfte, sie aber "nicht erwarten, dass die Sanktionsausnahme sofort einen Anstieg der chinesischen Käufe auslöst".reuters+1
Die meisten asiatischen Raffinerien haben bereits Rohölverpflichtungen bis August gesichert, was wenig Spielraum für zusätzliche Käufe innerhalb des 60-Tage-Fensters lässt. Indische, japanische und südkoreanische Raffinerien haben wenig Interesse gezeigt, da die Wiederherstellung von Compliance-Verfahren nach Jahren ohne iranischen Handel länger dauern würde, als die Ausnahmeregelung erlaubt.reuters+2
Chinas unabhängige Raffinerien, bekannt als "Teapots" und hauptsächlich in der Provinz Shandong ansässig, sind während der gesamten Sanktionsära die dominierenden Käufer von iranischem Rohöl geblieben und haben laut Kpler-Daten mehr als 80 % des iranischen Ölexports gekauft. Es wird erwartet, dass diese Raffinerien weiterhin die Hauptabnehmer bleiben, obwohl ihre eigene Nachfrage aufgrund von Produktionskürzungen, die im Mai begannen, laut Vortexa nachgelassen hat.hydrocarbonprocessing+1
Die National Iranian Oil Company, die Marketingteams in Peking und Shanghai unterhält, erwartet in Kürze ein erneutes Interesse staatlicher Raffinerien, sagte ein Beamter gegenüber Reuters. Sollte die Ausnahmeregelung über 60 Tage hinaus verlängert werden, rechnen Analysten damit, dass Nachfrage von Raffinerien in Indien, Japan, Südkorea und dem Mittelmeerraum entstehen könnte.kpler+1