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ad-hoc-newsreuters+1bloombergPalantir Technologies sieht sich in Europa mit wachsendem Widerstand konfrontiert. Angesichts des Strebens nach digitaler Souveränität im Zuge transatlantischer Spannungen ersetzen Regierungen die Aufklärungs- und Polizeiverfahren des US-Konzerns zunehmend durch heimische Alternativen.
Frankreichs Inlandsgeheimdienst DGSI löst sich von der Datenanalyseplattform von Palantir und wechselt zum französischen Unternehmen ChapsVision. Dies gab Premierminister Sébastien Lecornu im Juni bekannt. „ChapsVision wurde von der DGSI ausgewählt, um den amerikanischen Riesen Palantir zu ersetzen“, sagte Lecornu in einem Video in den sozialen Medien.lemonde+1
Der Übergang wird sich voraussichtlich über mehrere Jahre erstrecken. Palantir bestätigte, dass die Ende 2025 verlängerte langfristige Vereinbarung mit der DGSI „weiterhin voll aktiv bleibt“. Lecornus Büro stellte klar, dass die Werkzeuge von Palantir weiter genutzt würden, bis die Systeme von ChapsVision integriert werden können, „um Fähigkeitslücken zu vermeiden“, so Reuters.reuters
In Deutschland laufen Die Grünen in mehreren Bundesländern gegen die Polizeianalyse-Software von Palantir Sturm. In Baden-Württemberg, wo Die Grünen unter Ministerpräsident Cem Özdemir die Landtagswahl im März 2026 gewannen, stimmten 92 Prozent der Delegierten für die Forderung nach einem sofortigen Ende des Polizeidaten-Analyse-Vertrags. Das CDU-geführte Innenministerium hatte zuvor einen Fünfjahresvertrag für Palantirs Gotham-Software unterzeichnet, was scharfe Kritik der Grünen hervorrief.cybernews+1
Der Widerstand beschränkt sich nicht auf Baden-Württemberg. In Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands, forderten Die Grünen die Landesregierung auf, bestehende Palantir-Verträge zu kündigen. Und im Mai entschied sich das Bundesamt für Verfassungsschutz für seine eigene Geheimdienstarbeit für ChapsVision und gegen Palantir.cybernews
Bloomberg berichtete diese Woche, dass Palantir zum „Aushängeschild für die Gefahren der Abhängigkeit von US-Technologie“ geworden sei, da Politiker und Militärs in ganz Europa daran arbeiten, die Software des Unternehmens zu entfernen. ChapsVision, das nun Verträge sowohl mit französischen als auch mit deutschen Geheimdiensten hält, will ein „europäischer Champion“ für KI-gestützte Analysen werden.bloomberg+1
Zwei britische Start-ups, die von ehemaligen Palantir-Mitarbeitern mitgegründet wurden, bringen sich ebenfalls in Stellung, um die Lücke zu füllen. Die Schweiz hat ihren Vertrag mit Palantir separat beendet, nachdem Bundesbehörden das Unternehmen Berichten zufolge mehrfach aus Bedenken hinsichtlich der Souveränität abgelehnt hatten. Dieser Trend stellt eine Herausforderung für das internationale Wachstum von Palantir dar. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen seine Umsatzprognose für 2026 auf 7,65 bis 7,66 Milliarden US-Dollar angehoben hat, was verdeutlicht, wie stark das Geschäft inzwischen von der KI-Nachfrage der US-Regierung und von US-Geschäftskunden abhängt.finance.yahoo+2