Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

reuters+1oilprice+1youtubeEs wird allgemein erwartet, dass die OPEC+ bei der virtuellen Tagung ihrer sieben wichtigsten Mitglieder am 2. August eine weitere Fördererhöhung um 188.000 Barrel pro Tag für September beschließen wird. Damit setzt das Bündnis die Reihe moderater monatlicher Anhebungen fort, obwohl der Preis für Rohöl der Sorte Brent aufgrund eskalierender Lieferstörungen im Nahen Osten wieder auf knapp 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen ist.economictimes+2
Die erwartete Anhebung wäre die fünfte monatliche Fördersteigerung der Gruppe in Folge, nachdem bereits für Juni, Juli und August identische Anpassungen um 188.000 Barrel pro Tag beschlossen wurden. Dies geschieht im Rahmen der schrittweisen Rücknahme freiwilliger Förderkürzungen, die erstmals 2023 angekündigt worden waren. Die Erhöhungen teilen sich Saudi-Arabien, Russland, der Irak, Kuwait, Kasachstan, Algerien und Oman, wobei auf Saudi-Arabien und Russland jeweils etwa 62.000 Barrel pro Tag entfallen.aljazeera+2
Bei ihrer letzten Sitzung am 5. Juli bewilligte die Gruppe die Anhebung für August und bestätigte den 2. August als Termin für das nächste Ministertreffen. Analysten gehen weitgehend davon aus, dass die Entscheidung für September demselben Muster folgen wird, sofern sich die Marktbedingungen nicht unerwartet verschlechtern.astanatimes+1
Die geplante Fördererhöhung erfolgt vor dem Hintergrund schwerer physischer Lieferengpässe. Seit dem Ausbruch des Konflikts zwischen den USA und dem Iran Ende Februar 2026 ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die etwa 20 Prozent des weltweiten Öls transportiert werden, nach Angaben von Rapidan Energy um 70 bis 80 Prozent eingebrochen. Rohöl der Sorte Brent stieg am 23. Juli auf über 100 US-Dollar pro Barrel, da Huthy-Drohungen Tanker im Roten Meer zur Umkehr zwangen und die Sorgen vor Engpässen verstärkten.oilprice+3
CNBC berichtete, dass Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. Analyst Daan Struyven davor warnte, Brent könnte im vierten Quartal 120 US-Dollar pro Barrel erreichen, falls die Störungen in der Straße von Hormus andauern. Eine Analyse der Brookings Institution stellte fest, dass der Schiffsverkehr durch die Meerenge weiterhin nahezu zum Stillstand gekommen ist, abgesehen von Schiffen, die Gebühren an die Islamischen Revolutionsgarden zahlen.cnbc+1
Mehrere OPEC+-Mitglieder, insbesondere der Irak und Anrainerstaaten des Iran, sind aufgrund konfliktbedingter Einschränkungen weiterhin nicht in der Lage, ihre vollen Quoten physisch zu liefern. Dadurch ist die Fördererhöhung kurzfristig weitgehend symbolischer Natur. Jeremy Irwin von Energy Aspects erklärte gegenüber BNN Bloomberg, dass selbst bei einer diplomatischen Lösung eine normale Produktion und ein normaler Transport bis Jahresende nicht wieder aufgenommen werden könnten, da eine ganze Kette von Maßnahmen erforderlich sei, um die Upstream-Infrastruktur wiederherzustellen.youtube+1
Der angespannte physische Markt führt dazu, dass die Ölpreise weniger von den Beschlüssen der OPEC+ abhängen als von der weiteren Entwicklung im Roten Meer und in der Straße von Hormus. Eine mögliche Schließung der Meerenge Bab al-Mandab, das südliche Nadelöhr des Roten Meeres, durch die Huthy-Rebellen würde Saudi-Arabiens letzte alternative Exportroute zunichtemachen. Dies könnte den Ölpreis nach Angaben von von Reuters zitierten Analysten auf 115 bis 120 US-Dollar pro Barrel treiben.bworldonline