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cnbcbenzingacnbc+1Europa steht vor seiner dritten Hitzewelle in sechs Wochen, während Waldbrände in Frankreich, Spanien und Griechenland wüten. Dies veranlasst Ökonomen und Versicherer zu der Warnung, dass sich das extreme Sommerwetter von einem saisonalen Ärgernis zu einer strukturellen makroökonomischen Bedrohung entwickelt.
Waldbrände haben in Frankreich und Spanien 300 000 Morgen Land vernichtet und laut CNBC mehr als 300 000 Menschen zur Flucht gezwungen. Der französische Finanzminister Roland Lescure sagte am Montag, die Brände seien "wie ein Donnerschlag" für die lokale Wirtschaft. Bloomberg berichtete am Mittwoch, dass sich die Versicherungsbranche auf Verluste im Zusammenhang mit der extremen Hitzesaison einstellt, wobei die kombinierten Kräfte des Klimawandels und von El Niño Brände, Dürren und andere Katastrophen befeuern.cnbc+1
"Das ist wirklich eine große wirtschaftliche Herausforderung", sagte Georg Zachmann, Senior Fellow bei Bruegel und Experte für Energie- und Klimapolitik, am Dienstag gegenüber CNBC. Carsten Brzeski, Global Head of Macro bei ING , warnte, dass "Hitzewellen stillschweigend von einem 'Wetterereignis' zu einer 'Makrovariablen' aufgestiegen sind", und verwies auf steigende Kosten für Kühlung, Gesundheitsversorgung, Notfallinfrastruktur, Transport und Landwirtschaft.cnbc
Ein gemeinsames Papier der Universität Mannheim und der Europäischen Zentralbank aus dem Jahr 2025 ergab, dass Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen im Sommer 2025 die europäische Wirtschaft etwa 0,3 Prozent der Wirtschaftsleistung kosteten. Die akkumulierten Schäden könnten bis 2029 aufgrund von Produktivitätsverlusten, Unterbrechungen der Lieferketten und sinkenden Tourismuseinnahmen 0,8 Prozent erreichen. Laut der Weltorganisation für Meteorologie verzeichnete Westeuropa in diesem Jahr den heißesten Juni aller Zeiten.cnbc
Versicherer sehen sich einer schnell wachsenden Gefährdung gegenüber. Allianz Commercial stellte im Juni fest, dass Versicherungsunternehmen in den 2010er Jahren 56,3 Milliarden Dollar an Waldbrandschäden auszahlten, sechsmal mehr als die 8,7 Milliarden Dollar im Jahrzehnt zuvor. Zachmann verwies auf die Brände in Los Angeles im Jahr 2025 als Referenzpunkt und merkte an, dass die direkten Kosten 40 bis 60 Milliarden Dollar und die indirekten Kosten schätzungsweise 300 Milliarden Dollar betrugen.cnbc
Stefan Doerr, Professor für Waldbrandforschung an der Swansea University, sagte gegenüber CNBC, dass jahrzehntelange Aufgabe von landwirtschaftlichen Flächen dazu geführt habe, dass Teile Südeuropas nun eine dichte, leicht entzündliche Vegetation aufweisen, die bei extremer Hitze anfälliger ist. "Das ist menschengemacht", sagte er. "Wie die Landschaft jetzt aussieht, ist völlig künstlich". EU-Länder haben die Rekordsaison für Waldbrände von 2025 bereits übertroffen, wobei die Temperaturen weiterhin deutlich über den historischen Durchschnittswerten liegen.benzinga+1