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aol+1reutersreutersFast 500 von Reuters befragte Ökonomen haben ihre Inflationsprognosen für 39 von 50 großen Volkswirtschaften in diesem Jahr angehoben und warnen, dass anhaltend hohe Preise die Weltwirtschaft weiter belasten werden, während der Krieg im Nahen Osten ohne absehbare Lösung andauert.binance+1
Die Umfrage, die vom 29. Juni bis zum 27. Juli durchgeführt wurde, markiert die jüngste in einer Reihe immer düsterer werdender Einschätzungen von Prognostikern, die mit den wirtschaftlichen Folgen des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran zu kämpfen haben, welcher die Ölpreise für einen Großteil des Jahres 2026 nahe der 100-Dollar-Marke gehalten hat.aol+1
Claudio Irigoyen, Managing Director bei der Bank of America , hat die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges als "milden stagflationären Schock" bezeichnet und warnt, dass die Märkte die Persistenz der Inflation wahrscheinlich unterschätzen. "Dies steht im Einklang mit einem stagflationären Schock, der die Inflation früher und deutlicher beeinflussen würde als das BIP-Wachstum, basierend auf unserem neuen Basisszenario, in dem die Ölpreise für den Rest des Jahres 2026 nahe 100 Dollar pro Barrel bleiben", schrieb Irigoyen Anfang des Jahres in einer Forschungsnotiz.thewealthadvisor+1
Die BofA senkte ihre globale Wachstumsprognose für 2026 um 40 Basispunkte auf 3,1% und hob ihre globale Inflationsprognose um 90 Basispunkte auf 3,3% an. Auch die Wachstumsprognosen in der Reuters-Umfrage wurden für mehrere Volkswirtschaften gesenkt, was die Belastung durch gestiegene Energiekosten für Konsumausgaben und das Vertrauen der Unternehmen widerspiegelt.investing+1
Die Hartnäckigkeit der Inflation hat die Erwartungen an die Geldpolitik weltweit verändert. Eine separate Reuters-Umfrage vom 21. Juli ergab, dass die Federal Reserve ihren Leitzins voraussichtlich für den Rest des Jahres 2026 stabil bei 3,50%-3,75% halten wird, wobei eine Mehrheit der Ökonomen nun eine "hohe" Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung in diesem Jahr sieht, eine Kehrtwende gegenüber den Einschätzungen von vor wenigen Wochen.reuters
Der Chefökonom der Weltbank, Indermit Gill, warnte letzte Woche, dass eine Eskalation der Feindseligkeiten das globale Wachstum auf bis zu 1,3% drücken und die Gesamtinflation auf 4,5% treiben könnte. Die Europäische Kommission hat bereits das Wachstum der Eurozone für 2026 auf 0,9% nach unten korrigiert und gleichzeitig ihre Inflationsprognose von zuvor 1,9% auf 3,0% angehoben.reuters+1
Die Entwicklung der Ölpreise bleibt die zentrale Unsicherheit für den Inflationsausblick. Selbst in optimistischen Szenarien sieht die BofA keine Rückkehr des Rohölpreises in den Bereich vor dem Konflikt von 60 bis 70 Dollar, sondern prognostiziert stattdessen eine "neue Normalität" um 90-95 Dollar pro Barrel, während die Lagerbestände aufgefüllt werden und sich die Lieferketten im Nahen Osten erholen.economictimes
IWF-Chefin Kristalina Georgieva hat darauf hingewiesen, dass ein anhaltender Anstieg der Ölpreise um 10% die globale Inflation um 40 Basispunkte erhöhen könnte. Da die Renditen für 30-jährige US-Staatsanleihen so lange wie seit 2007 nicht mehr über 5% liegen, zeigen die wirtschaftlichen Belastungen durch den Konflikt kaum Anzeichen eines Nachlassens.reuters+1