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axios+1axios+1wsjDer israelische Premierminister Benjamin Netanyahu reist am Montag nach Washington und wird am Dienstag im Weißen Haus von Präsident Donald Trump empfangen, wie sein Büro am Donnerstag bestätigte. Der Besuch beendet wochenlange Unklarheiten darüber, ob das Treffen zustande kommen würde, und markiert das erste persönliche Zusammentreffen der beiden Staatschefs seit Februar, als sie über die US-Iran-Verhandlungen berieten.axios+3
Netanyahu hatte laut Axios seit mehr als zwei Wochen um einen Termin bei Trump gebeten, wobei frühere Versuche keinen bestätigten Termin hervorbrachten. Eine geplante Reise Mitte Juli wurde gestrichen, nachdem die Beerdigung von Senator Lindsey Graham verschoben worden war, und noch am Mittwoch räumten sowohl das Weiße Haus als auch Israel ein, dass Gespräche liefen, aber noch nichts finalisiert sei.axios+4
Berichten zufolge spiegelten die Verzögerungen tiefere Spannungen wider. Das Wall Street Journal News Corp berichtete diese Woche, dass Trump frustriert darüber ist, dass es keine klare Lösung für den Irankonflikt gibt, der Ende Februar begann und nun in seinen fünften Monat geht. Laut Haaretz hatte die amerikanische Seite ein Treffen unter anderem deshalb aufgeschoben, um Druck auf Israel bezüglich dessen Militärpräsenz im Süden des Libanon auszuüben. Netanyahu selbst hat laut Reuters Thomson Reuters Corporation im privaten Kreis eingeräumt, nur begrenzten Einfluss auf Trumps Entscheidungen bezüglich des Iran zu haben.naharnet+2
Während seines Besuchs in Washington wird Netanyahu voraussichtlich auch an der Trauerfeier für den verstorbenen Senator Lindsey Graham teilnehmen, die für Dienstag in der Washington National Cathedral angesetzt ist. Graham, ein entschiedener Unterstützer Israels, der am 11. Juli im Alter von 71 Jahren an einer Aortendissektion starb, wird zunächst im Kapitol geehrt, bevor ein Gottesdienst stattfindet, bei dem Trump eine Lobrede halten soll.krcrtv+3
Das Treffen findet in einer angespannten Phase im Nahen Osten statt. Der US-Iran-Krieg, der mit gemeinsamen israelisch-amerikanischen Angriffen auf iranische Atomanlagen begann, hat keine diplomatische Lösung hervorgebracht, und Israel bleibt in höchster Alarmbereitschaft für mögliche iranische Vergeltungsschläge. Netanyahu erklärte Anfang Juli, er und Trump seien sich in fast allen Punkten einig und er hoffe, dass der Besuch die Friedensbemühungen mit Libanon voranbringen und die Abraham-Abkommen erweitern werde, doch die vergangenen Wochen haben die Belastungen zwischen den Verbündeten angesichts des unbestimmten Verlaufs des Krieges verdeutlicht.jns