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coindesk+1coindesk+1crypto+1Die Börse Singapur hat von der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) die Genehmigung erhalten, ihre Bitcoin- und Ether- Perpetual-Futures für amerikanische institutionelle Anleger freizugeben. Damit werden US-Handelsabteilungen zum ersten Mal über eine regulierte ausländische Börse mit asiatischer Krypto-Liquidität verbunden.
Die unter der CFTC-Regelung 48.10 erteilte Genehmigung erlaubt es der SGX, berechtigten US-Teilnehmern direkten Zugang zu ihrem elektronischen Handelssystem zu gewähren, ohne sich als US-Inlandsbörse registrieren oder separate amerikanische Notierungen erstellen zu müssen.
„Im Rahmen der Entscheidung nach Regelung 48.10 haben wir die CFTC-Genehmigung erhalten, unsere Krypto-Produkte für den Zugang von US-Institutionen zu öffnen. Zuvor konnten US-Teilnehmer diese Kontrakte nicht handeln, aber jetzt ist es ihnen möglich“, erklärte KC Lam, Leiter der Krypto-Derivate bei der SGX Group, gegenüber CoinDesk Coinbase Global, Inc. .coindesk
Lam bezeichnete die Entwicklung als „einen wichtigen Meilenstein“, der „die US-TradFi-Teilnehmer, die Krypto-Futures handeln, mit asiatischen Liquiditätspools verbindet“ und „Krypto-Derivate als regulierte Anlageklasse legitimiert“.cryptonews+1
Die Genehmigung umfasst die Bitcoin-Perpetual-Futures (BTP) und Ether-Perpetual-Futures (ETP) der SGX, die beide seit Ende November 2025 gehandelt werden. Seit dem Start haben die Kontrakte ein kumuliertes Volumen von 5,8 Milliarden US-Dollar bei rund 400.000 Lots generiert. Das durchschnittliche tägliche Volumen lag im August bei etwa 1.300 Lots (rund 19 Millionen US-Dollar), wobei Bitcoin 83 % des täglichen Volumens und 66 % des Open Interest ausmachte.crypto+2
US-Kunden erhalten keinen sofortigen Zugang. Institutionelle Teilnehmer müssen über SGX-Clearing-Mitglieder an Bord geholt werden, wobei sie Know-Your-Customer-Prüfungen durchlaufen, Konten kapitalisieren und API-Verbindungen einrichten müssen: ein Prozess, der laut Lam in der Regel zwei bis vier Wochen dauert. Die SGX geht davon aus, innerhalb der nächsten ein bis zwei Monate die ersten amerikanischen Kunden zu bedienen.odaily+2
Das Risikomanagement der SGX unterscheidet sich von dem rein kryptobasierter Börsen. Statt einer automatischen Liquidation bei Unterschreitung von Margin-Schwellenwerten nutzt die SGX Margin Calls, bei denen Händler zusätzliche Sicherheiten hinterlegen müssen. „Im Gegensatz zu Krypto-Börsen, bei denen plötzliche Volatilität automatische Liquidationen auslösen kann, nutzt unser traditionelles Risikomanagement Margin Calls und Nachschusspflichten, um unfreiwillige Positionsglättungen bei Marktspitzen zu verhindern“, so Lam. Zudem akzeptiert die Börse keine Stablecoins als Sicherheiten.crypto
Die Genehmigung erfolgt vor dem Hintergrund verstärkter Bemühungen, regulierte Perpetual-Futures für US-Institutionen anzubieten. Die CFTC CME Group Inc. hatte im Mai den ersten im Inland notierten Bitcoin-Perpetual-Kontrakt genehmigt, und Börsen wie Kraken und Kalshi haben seither eigene Perpetual-Produkte auf den Markt gebracht.crypto
Die SGX plant, auf ihren Perpetual-Kontrakten aufzubauen und künftig auch klassische Bitcoin- und Ether-Futures sowie Optionen mit festem Laufzeitende einzuführen. „Wir wollen unser Angebot erweitern, gehen dabei aber diszipliniert und Schritt für Schritt vor“, sagte Lam.crypto